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Kometen-Auswertungen


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Aktuelle interessante schwächere Kometen


Am 31. Oktober 2010 entdeckte A. Boattini mit dem 1.5m-Mt.Lemmon-Reflektor einen 20.0m hellen Kometen im Grenzbereich der Sternbilder Walfisch/Widder. Komet C/2010 U3 (Boattini) wies eine 6-7" große, mäßig verdichtete Koma auf, die in PW=330° elongiert wirkte und eine 3-4" große zentrale Verdichtung zeigte. Weitere Beobachtungen ergaben einen Komadurchmesser von etwa 20" und einen 25" langen Schweif in PW=330°. Der Komet befand sich bei der Entdeckung in der Rekord-Sonnendistanz von 18.5 AE und wird der Sonne im Frühjahr 2019(!) nicht näher als 8 AE kommen, wobei er aber bis zu 15m hell werden könnte und sich in der interessantesten Phase günstig in polnahen Gebieten (Giraffe, Großer Wagen, Drache) aufhält (IAUC 9182 / 2010-V109). Es handelt sich um einen absolut sehr hellen Kometen, der bei seiner Entdeckung bereits einen Komadurchmesser von 250.000 km aufwies!
Bis Ende April 2018 ist die Zahl publizierter Beobachtungen für eine sinnvolle Bestimmung der Helligkeitsparameter noch immer zu klein. Erstmals ist es aber möglich, grobe Werte anzugeben. Demnach verläuft die Helligkeitsentwicklung bislang gemäß den Parametern m0≈6.5m/n≈2. Dies bedeutet, dass die Helligkeit des Kometen zwischen Mai und August 2018 bei konstant 16.0m liegen wird, und dass er zum Jahreswechsel 2018/19 eine maximale Helligkeit von 15.5m erreichen würde. Der Komadurchmesser liegt bislang in der Größenordnung von 0.4-0.5'.

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Ein am 21. Mai 2011 vom T. Bressi auf Spacewatch-Aufnahmen im Grenzbereich der Sternbilder Schlangenträger/Schlange entdecktes 20.5m helles asteroidales Objekt zeigte auf Aufnahmen, die ab Mitte April 2012 gemacht wurden, seine kometare Natur. Komet C/2011 KP36 (Spacewatch) wies eine 8" große Koma der Gesamthelligkeit 20.0m sowie einen sehr schwachen, 9" langen Schweif in PW=10° auf. Der absolut betrachtet ziemlich helle Komet mit einer Umlaufszeit von etwa 235 Jahren wird das recht ferne Perihel seiner elliptischen Bahn erst im Mai 2016 durchlaufen und könnte dann immerhin 14.5m hell werden (CBET 3109). Heller als 15.5m sollte er von Mitte 2015 bis Anfang 2017 sein, wobei er in diesem Zeitraum vom Sternbild Wassermann durch die Fische ins Sternbild Walfisch wandert. Seine maximale Helligkeit würde er im September 2016 erreichen.
Die für die Auswertung verwendeten 95 Beobachtungen des Kometen überdecken mittlerweile eine ausreichende Varianz in der Sonnendistanz, so dass die Helligkeitsparameter verlässlicher ermittelt werden können. Diese ergeben sich nunmehr zu m0=5.4m/n=3, womit eine Maximalhelligkeit von 13.6m im September 2016 resultiert. Der größte Komadurchmesser von 1.2' (240.000 km) wurde zur gleichen Zeit erreicht – 2015 und 2017 lag der Komadurchmesser lediglich bei 0.5' (90.000 km bzw. 125.000 km). Die Koma präsentierte sich relativ gering verdichtet (konstant DC 3).

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Auf Aufnahmen vom 19. Juli 2015 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen im Sternbild Steinbock, nahe der Grenze zum Schützen. Das Team stellte beim Kometen C/2015 O1 (PanSTARRS) einen 2.5" langen Schweif in östlicher Richtung und eine winzige Koma der Helligkeit 19.5m fest. Nachfolgebeobachtungen zeigten eine 15x17" große Koma der Gesamthelligkeit 18.5m und einen 4" langen Schweif in PW=100°. Der Komet wird das recht ferne Perihel seiner Bahn (Abstand: 3.7 AE) erst im Februar 2018 passieren und sollte - unter der Annahme einer durchschnittlichen Entwicklung - 13.5m hell werden (CBET 4119 / MPEC 2015-Q71). Heller als 16m wäre er von Januar 2017 bis April 2019. In diesem Zeitraum bewegt er sich vom Sternbild Adler über Herkules, Bärenhüter, Großer Bär in das Sternbild Luchs. In den interessantesten Wochen steht er in bequemer Höhe am Morgen- bzw. Nachthimmel.
Bereits seit einem Jahr wird der Komet beobachtet, doch ist die Varianz in der Sonnendistanz noch immer so klein, dass die 114 Beobachtungen von 25 Beobachtern (bis Anfang August 2018) nicht ausreichen, die Helligkeitsparameter sicher festzulegen. Am besten geben die Werte m0=4.7m/n=4 den Helligkeitsverlauf wieder, aber selbst das Wertepaar m0=1.8m/n=6 ist noch sinnvoll anwendbar. Die Maximalhelligkeit von 13.0m wurde Anfang April 2018 erreicht. Der scheinbare Komadurchmesser schrumpfte im Herbst 2017 (bedingt durch die temporär zunehmende Erddistanz) von 0.8' auf 0.6', betrug dann Anfang 2018 1.0' und erreichte im Frühjahr 2018 den Maximalwert von 1.4'. Bis Juli war er auf 1.0' zurückgegangen. Damit ergeben sich konstante absolute Durchmesser von 125.000 km im Jahr 2017 und von 190.000 km im Jahr 2018. Der DC-Wert lag fast über die gesamte Sichtbarkeit hinweg recht konstant bei DC 4; lediglich im März/April 2018 zeigte sich die Koma etwas diffuser (DC 3). Zwischen Februar und Mai 2018 konnten CCD-Beobachter einen 2' (1.5 Mill. km) langen Schweif in südöstlicher, im weiteren Verlauf östlicher Richtung ausmachen.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Am 14. Juli 2016 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen der 21. Größenklasse im Sternbild Herkules. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2016 N6 (PanSTARRS) zeigten eine hochverdichtete, 5x7" große Koma der Gesamthelligkeit 20.0m. Der Komet wird sein Perihel im Abstand von 2.7 AE erst im Juli 2018 passieren und könnte dann immerhin 14m hell sein (CBET 4309). Heller als 16m wäre er von Herbst 2017 bis Frühjahr 2019 mit dem Helligkeitsmaximum im Frühjahr 2018. In diesem Zeitraum bewegt er sich durch die Sternbilder Bärenhüter, Drache, Kleiner Bär, Drache, Luchs (größte Helligkeit), Krebs, Wasserschlange, Achterdeck, Großer Hund und Hase. Zwischen Mitte Juni und Anfang September 2018 ist er für mitteleuropäische Beobachter unsichtbar.
Der Komet wies bislang eine durchschnittliche Helligkeitsentwicklung auf, die auf der Basis von 124 Beobachtungen von 21 Beobachtern (bis Anfang August 2018) gut mit der Formel
m = 5.5m + 5×log D + 10.5×log r
dargestellt werden kann. Die Helligkeit stieg von Mitte August bis Mitte November 2017 von 15.5m auf 14.5m an, und von Mitte Dezember bis Mitte April von 14.0m auf den Maximalwert von 12.5m. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Komet im Sommer 2018 von der Erde entfernt, wird die Helligkeit zunächst leicht zurückgehen, um bis Dezember 2018 nochmals nahezu den Maximalwert zu erreichen.
Der scheinbare Komadurchmesser betrug bis zum Jahreswechsel 2017/18 konstant 0.5', dehnte sich danach aber rasch aus und misst seit März etwa 1.4'. Dies ergibt einen absoluten Komadurchmesser von 90.000 km im Jahr 2017 und danach bis Anfang Mai 2018 eine stetige Vergrößerung bis auf 190.000 km; dieser Wert wird seitdem gehalten. Dabei zeigt sich die Koma konstant mäßig verdichtet (DC 4). Zwischen Februar und Mai 2018 wurde ein maximal 2' (1 Mill. km) langer Schweif gemeldet, der anfangs in südöstliche, am Ende dieses Zeitfensters in nordöstliche Richtung wies.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Auf Aufnahmen vom 26. August 2016 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen auf der Grenze der Sternbilder Steinbock/Wassermann, dessen Helligkeit es auf 21.5m schätzte, und der einen breiten, 6" langen Schweif in nördlicher Richtung aufwies. Detailbeobachtungen des Kometen C/2016 Q2 (PanSTARRS) zeigten eine hochverdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.0m und einen sehr breiten, 12" langen Schweif in PW=338°. Der Komet wird das ferne Perihel seiner Bahn (Sonnendistanz: 7.2 AE) mit einer Umlaufszeit von etwa 440 Jahren erst im Mai 2021 passieren und sollte dann etwa 15.5m hell sein. Heller als 16.0m wäre er vom Frühjahr 2020 bis zum Herbst 2022, wobei er sich in diesem Zeitraum durch die Sternbilder Schwan, Leier, Drache/Herkules und Großer Bär bewegt (CBET 4311 / MPEC 2016-V116).

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Im Rahmen der LINEAR-Durchmusterung wurde auf Aufnahmen vom 26. Januar 2017 ein 19.5m schwaches asteroidales Objekt im Grenzbereich der Sternbilder Wasserschlange/Rabe entdeckt. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 B3 (LINEAR) zeigten eine 8" große, deutlich verdichtete Koma der Helligkeit 18.5m. Der Komet wird sein recht fernes Perihel erst Anfang 2019 passieren und könnte zu dieser Zeit immerhin 14-15m hell sein, wird allerdings dann weit am Südhimmel stehen (CBET 4354). Im Zeitraum, in dem er heller als 16.0m sein dürfte, kann er von Mitteleuropa aus nicht beobachtet werden.

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Am 21. Mai 2017 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen mit einer winzigen Koma im Sternbild Drache, dessen Helligkeit es auf 21.0m schätzte. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 K2 (PanSTARRS) wiesen eine mäßig verdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.0m nach (CBET 4393 / MPEC 2017-N26). Der Komet wurde in der Rekord-Sonnendistanz von 16.1 AE entdeckt, womit sich seine absolute Helligkeit – unter Annahme einer durchschnittlichen Entwicklung – zu 1m, sein aktueller Komadurchmesser zu 140.000 km ergibt. Der Komet wird das Perihel seiner Bahn im Abstand von 1.80 AE erst in den Weihnachtstagen 2022 passieren. Heller als 16.0m wäre er von Anfang 2020 bis Ende 2025, wobei er in diesem Zeitraum vom nördlichen Bereich des Sternbilds Herkules durch die Sternbilder Schlangenträger und Skorpion wandert, zwischen Oktober 2022 und März 2023 tief in den Südhimmel vorstößt, um dann wieder im Sternbild Eridanus erneut sichtbar zu werden und danach durch Hase, Orion und Stier in den Fuhrmann zu laufen. Seine maximale Helligkeit von etwa 5.5m wird er zum Jahreswechsel 2022/23 erreichen. In den interessantesten Monaten kann er von Mitteleuropa aus bis Ende August 2022 (dann 6.0m hell) am Abend-/Nachthimmel und dann erst wieder ab Anfang September 2023 (9.5m hell) am Morgenhimmel beobachtet werden.

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Am 29. Mai 2017 entdeckte Cristovao Jacques mit dem 45cm-Teleskop des SONEAR-Observatoriums einen 17.5m hellen Kometen im Grenzbereich der Sternbilder Kranich/Tukan. Komet C/2017 K6 (Jacques) wies eine 20" große, deutlich verdichtete Koma und einen 55" langen Schweif in PW=245° auf. Er wird sein Perihel im Abstand von 2.00 AE am 3. Januar 2018 passieren, wobei eine Helligkeit von 14.5m erwartet werden kann (CBET 4399 / MPEC 2017-N58). Zu diesem Zeitpunkt wird er allerdings im Grenzbereich der Sternbilder Phönix/Chemischer Ofen stehen und somit für mitteleuropäische Beobachter nicht beobachtbar sein. Diese können seine Entfernung von der Sonne ab Ende Januar über dem südlichen Abendhorizont verfolgen. Wenn er schwächer als 16.0m wird, befindet er sich im Sternbild Eridanus.
Der Komet erreichte zum Jahreswechsel 2017/18 eine maximale Helligkeit von 14.0m, wobei der Durchmesser der gering verdichteten (DC 3) Koma einen Maximalwert von knapp 1.5' (150.000 km) aufwies. Die nur knapp 30 Beobachtungen deuten auf eine recht hohe Aktivität hin, die mit den Parametern m0=6.5m/n=8 leidlich gut dargestellt werden kann.

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Am 21. Juni 2017 entdeckte das ATLAS-Team ein asteroidales Objekt der 18. Größenklasse im Sternbild Kepheus, welches bei Nachfolgebeobachtungen seine kometare Natur offenbarte. Komet C/2017 M4 (ATLAS) wies eine 13" große, mäßig verdichtete Koma der Helligkeit 17.5m mit einem kurzen Schweif in südöstlicher Richtung auf. Er wird sein mittelfernes Perihel (Sonnendistanz: 3.24 AE) erst am 15. Januar 2019 passieren und könnte im Sommer 2019 immerhin 14.0m hell werden (CBET 4408 / MPEC 2017-N58). Heller als 16m wäre er während des gesamten Jahrs 2018, wobei er in diesem Zeitraum vom Grenzbereich der Sternbilder Schwan/Leier durch die Sternbilder Herkules (wo er seine größte Helligkeit aufweist) und Schlangenträger wandern wird. Von Mitteleuropa aus wird er bis Anfang November 2018 sichtbar sein.
Auf der Basis von lediglich 20 Beobachtungen bis Anfang August 2018 können die Helligkeitsparameter nur grob zu m0=5.8m / n=4 bestimmt werden. Damit sollte der Komet Anfang Mai 2019 eine Maximalhelligkeit von 13.0m erreichen. Zwischen Mai und Juli 2018 nahm seine Helligkeit von 15.0m auf 14.0m zu, wobei der Durchmesser der deutlich verdichteten (DC 6) Koma auf 0.7' geschätzt wurde.

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Auf Aufnahmen vom 30. September 2017, die im Rahmen des Catalina Sky Survey angefertigt wurden, wurde ein Komet im Grenzbereich der Sternbilder Luchs/Fuhrmann entdeckt. Komet C/2017 S6 (CATALINA) wies eine stark verdichtete, 15" große Koma der Gesamthelligkeit 18.0m auf. Er wird sein Perihel am 26. Februar 2018 im Abstand von 1.54 AE passieren, dürfte aber bereits im Dezember 2017 seine maximale Helligkeit von etwa 15.0m erreichen (CBET 4437 / MPEC 2017-V13). Heller als 16.0m sollte er zwischen Mitte November 2017 und Ende März 2018 sein. In diesem Zeitraum wandert er durch die Sternbilder Giraffe, Kassiopeia, Andromeda und Pegasus, wobei er für mitteleuropäische Beobachter Ende Januar (15.5m hell) über dem abendlichen Westhorizont verschwinden wird.
Weniger als 10 Beobachtungen dokumentieren die Entwicklung des Kometen. Demnach dürfte er im Dezember 2017 die prognostizierte Maximalhelligkeit von 15.0m erreicht haben. Die mäßig verdichtete (DC 3-4) Koma maß lediglich 0.3'.

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Aufnahmen des PanSTARRS-Projekts vom 2. Oktober 2017 zeigten einen schwachen Kometen mit einer winzigen Koma im Sternbild Eridanus. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 T2 (PanSTARRS) wiesen eine deutlich verdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.3m und einen 20" langen Schweif in PW=290° nach. Der Komet wird sein Perihel im Sonnenabstand von 1.62 AE erst am 6. Mai 2020 passieren und dürfte in jenen Wochen 8.0m hell werden (CBET 4445). Heller als 16m wäre er in den Jahren 2019 und 2020, heller als 12.0m von Oktober 2019 bis Oktober 2020. In den interessantesten Monaten ist er für mitteleuropäische Beobachter bis Ende November 2019 besser am Morgenhimmel, danach bis Anfang September 2020 am Abendhimmel zu beobachten. Während dieses Zeitraums wandert er durch die Sternbilder Stier, Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia, Giraffe (Maximalhelligkeit), Großer Bär, Jagdhunde, Haar der Berenice und Jungfrau.

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Am 14. Oktober 2017 wurde im Rahmen des "Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System" (ATLAS) ein 18.5m helles Objekt nahe der Grenze der Sternbilder Kepheus/Drache entdeckt, welches zunächst als asteroidal angesehen wurde. Nachfolgebeobachtungen zeigten dann jedoch die kometare Natur des Objekts. Komet C/2017 T3 (ATLAS) wies eine 15" große, stark verdichtete Koma der Gesamthelligkeit 18.0m und einen 60" langen Schweif in PW=155° auf. Er wird das Perihel seiner Bahn am 19. Juli 2018 in der Sonnendistanz von 0.83 AE passieren und könnte dann 9.0m hell sein (CBET 4449). Da er sich allerdings zu dieser Zeit auf der der Erde gegenüberliegenden Seite der Sonne aufhalten wird, kann er von keinem Ort der Erde aus gut beobachtet werden. Von Mitteleuropa aus kann er nur bis Ende März – am Abendhimmel – beobachtet werden, wobei er dann nicht heller als 14m sein dürfte.
Der im Februar 2018 lediglich 15m helle Komet konnte von Beobachtern auf der Südhalbkugel ab Ende Juni als 9.5m helles Objekt wieder ausgemacht werden. Im Juli 2018 erreichte er eine maximale Helligkeit von 9.0m. Die Helligkeitsparameter können damit grob zu m0=9.0m / n=4 bestimmt werden. Der Durchmesser der deutlich verdichteten (DC 5-6) Koma wurde auf 3-4' geschätzt.

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Auf Aufnahmen des "Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System" (ATLAS) vom 10. Januar 2018 wurde ein asteroidales Objekt im Nordteil des Sternbilds Jungfrau entdeckt, welches bei Folgebeobachtungen seine kometare Natur offenbarte. Komet C/2018 A3 (ATLAS) zeigte dabei eine 8" große Koma der Helligkeit 18.0m. Er wird sein Perihel im Abstand von 3.28 AE am 11. Januar 2019 passieren und könnte dann 15.0m hell sein (CBET 4476 / MPEC 2018-B155). Zwischen November 2018 und Februar 2019 sollte er heller als 16.0m sein und dabei vom Zentralteil des Sternbilds Großer Bär in den Südwesten des Sternbilds Giraffe wandern, somit die ganze Nacht über sichtbar sein.

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A.R. Gibbs entdeckte am 15. Januar 2018 einen 19m hellen Kometen im Sternbild Löwe. Folgebeobachtungen des Kometen C/2018 A6 (Gibbs) zeigten eine hochverdichtete, 10" große Koma der Gesamthelligkeit 18.8m und einen aufgefächerten, 15" langen Schweif (PW=110-17°). Der Komet wird sein Perihel in der Sonnendistanz von 2.86 AE am 24. Mai 2019 passieren und sollte dann die 15. Größenklasse erreichen (CBET 4479). Allerdings wird er sich ab Jahresbeginn 2019 – dann erst 16.0m hell – tief am Südhimmel aufhalten.

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Der auf Aufnahmen vom 9. März 2018 mit dem 1.5m-Teleskop auf dem Mt. Lemmon von A.R. Gibbs als 20m helles asteroidales Objekt entdeckte und am 23. Mai sein Perihel in der Distanz von 1.56 AE passierende Komet C/2018 EF9 (Lemmon) (CBET 4511) zeigte zwischen Anfang Mai und Anfang Juni 2018 einen kurzfristigen Ausbruch, der ihn um den 20. Mai immerhin etwa 13.0m hell werden ließ. Dabei präsentierte er eine extrem diffuse, etwa 3' große Koma.

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Am 25. Mai 2018 entdeckte Henry Weiland auf Aufnahmen, die im Rahmen des ATLAS-Projekts mit dem 0.5m-Schmidt-Reflektor auf dem Mauna Loa Observatorium erhalten wurden, einen Kometen im östlichen Teil des Sternbilds Schütze, der eine 12" große Koma der Gesamthelligkeit 17m und einen 12" langen Schweif in westlicher Richtung aufwies. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2018 K1 (Weiland) zeigten eine extrem diffuse, bis zu 1.0' große Koma der Gesamthelligkeit 15.0m und bestätigten den schwachen Schweif in westlicher bis südwestlicher Richtung. Der Komet passierte sein Perihel im Sonnenabstand von 1.88 AE bereits am 6. April 2018 und wird nun langsam schwächer (CBET 4518). Heller als 16.0m war er lediglich im Mai/Juni, als er vom Sternbild Steinbock in den nördlichen Teil des Sternbilds Skorpion lief.

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Am 6. Juni 2018 wurde im Rahmen des ATLAS-Projekts ein Komet im Sternbild Zentaur entdeckt. Komet C/2018 L2 (ATLAS) wies eine 20" große Koma der Gesamthelligkeit 15.5m und einen 27" langen Schweif in PW=92° auf. Er wird sein Perihel in der Sonnendistanz von 1.71 AE am 2. Dezember 2018 passieren und sollte dann eine Maximalhelligkeit von 14.0m erreichen (CBET 4522). Heller als 16m dürfte er bis in den April 2019 hinein sein. Von Mitteleuropa aus kann er von Oktober 2018 bis April 2019 knapp über dem abendlichen Südwest- bis Nordwesthorizont beobachtet werden (Horizonthöhen maximal 20°), am Morgenhimmel dann in den ersten vier Monaten des Jahres 2019 über dem östlichen Horizont (Maximalhöhen: 25°). In diesem Zeitraum wandert er durch die Sternbilder Schlange, Schlangenträger, Herkules, Füchschen, Schwan und Eidechse in die Andromeda.

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Das ASASSN-Team entdeckte am 7. Juli 2018 einen Kometen der 16. Größenklasse im mittleren Teil des Sternbilds Eridanus. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2018 N2 (ASASSN) zeigten eine stark verdichtete, 25" große Koma und einen 15" langen Schweif in PW=220°. Der Komet wird sein Perihel im Sonnenabstand von 3.01 AE erst am 4. Oktober 2019 passieren, und sollte dann die 12. Größenklasse erreichen (CBET 4534). Heller als 16m wäre er bis Ende 2020. In diesem Zeitraum durchläuft er die Sternbilder Phönix, Bildhauer, Walfisch, Widder, Dreieck, Andromeda (Perihel), Kassiopeia, Giraffe und Drache. Er wird somit in den interessantesten Wochen von Mitteleuropa aus gut sichtbar sein.

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Etwa Mitte August 2017 sollte der Komet 24P/Schaumasse (P=8.25a) in größeren Instrumenten am nordöstlichen Morgenhimmel sichtbar werden. In den folgenden Wochen wird er rasch heller und sollte – bei Verwendung der Parameter m0=7.5m/n=10 – zur Zeit des Periheldurchgangs am 16. November 2017 (Distanz: 1.21 AE) - eine Maximalhelligkeit von 10.5m erreichen. Dabei wird er vom Sternbild Zwillinge bis in das Sternbild Jungfrau wandern und im Oktober seine größten Horizonthöhen von knapp 40° erreichen.
Der Komet blieb bei diesem Periheldurchgang etwa 1m schwächer als prognostiziert. Die Maximalhelligkeit betrug lediglich 11.5m und wurde Mitte November 2017 erreicht. Für die Auswertung konnten 85 Beobachtungen verwendet werden, welche eine Helligkeitsentwicklung ausweisen, die mit den Parametern m0=9.8m/n=4 relativ gut dargestellt werden kann. Nicht verschwiegen werden soll, dass zwei Beobachter deutlich größere Helligkeiten (bis 10.0m) und Komadurchmesser (bis 6') schätzten. Da es sich hierbei um Beobachter handelt, die ganz überwiegend deutlich größere Werte als die übrigen Beobachter melden, wurden diese Schätzungen als nicht repräsentativ eingestuft und nicht berücksichtigt. Der Komadurchmesser veränderte sich während der Sichtbarkeit nur wenig und erreichte knapp 4' (240.000 km), wobei sich die Koma mit konstant DC 2-3 als sehr diffus präsentierte. Ein Schweif wurde visuell nicht ausgemacht.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Mitte Juni 2018 taucht der Komet 37P/Forbes (P=6.43a) über dem östlichen Morgenhorizont auf, welcher bereits am 4. Mai sein Perihel (Sonnendistanz: 1.61 AE) passierte. Bis Mitte August bewegt er sich vom östlichen Bereich des Sternbilds Wassermann in den Kopf des Sternbilds Fische. Seine Helligkeit dürfte leicht von 12.5m auf 13.0m zurückgehen.
Der Komet wies eine steile Helligkeitsentwicklung in der aktuellen Sichtbarkeit auf. Auf der Basis von 61 Beobachtungen von 11 Beobachtern (bis Anfang August 2018) kann die Helligkeitsentwicklung mit der Formel
m = 3.5m + 5×log D + 40×log r
gut dargestellt werden. Damit ergibt sich eine Maximalhelligkeit von 12.5m Mitte Mai 2018. Der scheinbare Komadurchmesser betrug anfangs 1.1', stieg Anfang Juni auf 1.6' an, um bis Ende Juli kaum zurückzugehen. Damit ergibt sich ein absoluter Komadurchmesser, der stetig von 110.000 km auf 65.000 km zurückging. Die Koma präsentierte sich mäßig verdichtet (konstant DC 3-4). Ein Schweif wurde nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Mitte Mai 2018 sollte der Komet 48P/Johnson (P=6.54a) heller als 16m werden und seine Helligkeit bis Mitte August - zur Zeit seiner Perihelpassage am 12. August im Sonnenabstand von 2.00 AE - auf 14.5m steigern. In diesem Zeitraum bewegt er sich vom nordöstlichen Teil des Sternbilds Steinbock in das Grenzgebiet der Sternbilder Wassermann/Südlicher Fisch, ist somit ein Objekt der zweiten Nachthälfte.
Die mir bis Anfang August 2018 bekannt gewordenen 40 Beobachtungen von 11 Beobachtern des Kometen können nur mit der zeitabhängigen Formel
m = 12.2m + 5×log D + 0.022×|t-T|
sinnvoll dargestellt werden. Damit ergibt sich eine maximale Helligkeit von 12.2m Mitte August 2018. Der Komadurchmesser vergrößerte sich von knapp 0.5' (25.000 km) zu Sichtbarkeitsbeginn auf 1.6' (75.000 km) Ende Juli. Während dieses Zeitraums verdichtete sich die Koma: der Kondensationsgrad stieg von DC 3 auf DC 5-6. Ein Schweif wurde im Juni und Juli beobachtet, mit maximalen Längen von 5' (1 Mill.km) und einer westlichen Orientierung.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Besitzer größerer Instrumente können sich im Herbst 2018 am Kometen 59P/Kearns-Kwee (P=9.53a) versuchen, der sein Perihel am 16. September im Sonnenabstand von 2.36 AE passieren wird. Dessen Helligkeit soll zwischen August und November von 15.0m auf 14.0m ansteigen, um danach bis März 2019 wieder auf 15.0m zurückzugehen. Er bewegt sich in diesem Zeitraum vom Grenzbereich der Sternbilder Fuhrmann/Zwillinge in den Krebs, ist somit zunächst ein Morgenhimmelobjekt, im weiteren Verlauf ein Objekt der ganzen Nacht.

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Am 3. November 2018 wird der Komet 64P/Swift-Gehrels (P=9.41a) sein Perihel im Sonnenabstand von 1.39 AE passieren. Er soll seine Helligkeit zwischen August und November von 15.0m auf 11.0m steigern, um danach ebenso rasch wieder schwächer zu werden. Der Komet bewegt sich zwischen August 2018 und Januar 2019 vom Grenzbereich der Sternbilder Pegasus/Fische durch die Sternbilder Andromeda, Dreieck, Widder und Stier, kann somit die ganze Nacht über beobachtet werden.

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Ab etwa Mitte Juli 2018 kann der am 19. Mai sein Perihel im Abstand von 1.29 AE passierende Komet 66P/du Toit (P=14.90a) über dem südöstlichen Morgenhimmelhorizont gesichtet werden. Der im südlichen Teil des Sternbilds Walfisch positionierte Komet dürfte zu dieser Zeit etwa 12.0m hell sein, wobei seine Helligkeit bis Mitte August um eine Größenklasse zurückgehen dürfte.
Der Komet wies eine steile Helligkeitsentwicklung auf, wie 67 Beobachtungen von 9 Beobachtern (bis Anfang August 2018) ausweisen. Auf deren Basis ergeben sich die Parameter zu m0=7.7m / n=11, was eine maximale Helligkeit von 10.5m um den 20. Mai 2018 ergibt. Der Komadurchmesser stieg von 1.5' (65.000 km) zu Sichtbarkeitsbeginn auf den Maximalwert von 6.5' (270.000 km) an, der zwischen Ende Mai und Mitte Juni konstant blieb. Danach begann er zu schrumpfen und maß Ende Juli nur noch 2.0' (80.000 km). Die Koma präsentierte sich stets sehr diffus. Der Kondensationsgrad lag die meiste Zeit über bei DC 1-2 bis DC 2. Lediglich im Juni wurde er kurzfristig auf DC 3 geschätzt. Ein Schweif wurde nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Am 27. Januar 2018 wird der Komet 185P/Petriew (P=5.46a) ein weiteres Mal durch sein Perihel laufen (Sonnendistanz: 0.93 AE) und könnte dann 10.5m hell sein. Der Komet zeigt typischerweise einen großen Aktivitätsparameter (um n=12), so dass eine kurze Sichtbarkeit resultiert. Heller als 16.0m wäre er von Ende November 2017 bis Anfang April 2018. Während dieses Zeitraums bewegt er sich entlang der Ekliptik vom Grenzbereich der Sternbilder Schütze/Adler in die Nordwestecke des Sternbilds Orion. Er ist somit ein Abendhimmelobjekt, wird aber nur Horizonthöhen von maximal 25° erreichen.
Knapp 30 Beobachtungen kann ich für eine grobe Auswertung verwenden. Diese zeigen zwar einen raschen Helligkeitsrückgang von 11.2m in den Tagen des Perihels auf 14.0m Anfang April, doch die hieraus abgeleiteten Parameter von m0=11.0m/n=6 ergeben einen wesentlich kleineren Aktivitätsparameter als in den vorausgegangenen Sichtbarkeiten. Parallel zur Helligkeit schrumpfte der Komadurchmesser von knapp 2.5' (150.000 km) auf nur noch 0.8' (50.000 km) Ende März, wobei sich die Koma stets ziemlich diffus (DC 2-3) präsentierte. Ein Schweif wurde nicht ausgemacht.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Im Herbst 2017 sollte der Komet 217P/LINEAR (P=7.87a) in mittelgroßen Instrumenten sichtbar sein. Die kleine Zahl publizierter Beobachtungen lässt sich mit den Parametern m0=10.5m/n=3 befriedigend darstellen. Der Komet erreichte in den Tagen seines Perihels (17. Juli) eine maximale Helligkeit von 12.0m, wobei die erkennbar verdichtete (DC 4-5) Koma einen Durchmesser von 2' aufwies. Für mitteleuropäische Beobachter wird der Komet im Laufe des August am Morgenhimmel im Sternbild Orion sichtbar. Bis Ende November läuft er dann entlang der Ekliptik bis in den Grenzbereich der Sternbilder Krebs/Wasserschlange/Kleiner Hund. Die Helligkeit dürfte von 12.5m auf 13.5m zurückgehen.
Der Komet wies – auf der Basis von 40 Beobachtungen - in dieser Sichtbarkeit eine sehr hohe Aktivität auf. Trotz der recht geringen Zahl an Beobachtungen ist eine unterschiedliche Helligkeitsentwicklung vor und nach dem Perihel erkennbar. Demnach stieg die Aktivität vor dem Perihel deutlich schneller an als sie nach dem Perihel abnahm. Zu Sichtbarkeitsbeginn Anfang Juni erst 14.5m hell, wurde die maximale Helligkeit von 12.2m Ende Juli erreicht. Ende Oktober war der Komet dann nur noch 15.0m hell. Die entsprechenden Formeln lauten:

vor dem Perihel: m = 6.4m + 5×log D + 55×log r
nach dem Perihel: m = 10.0m + 5×log D + 15×log r

Der Komadurchmesser stieg von anfangs 0.8' (50.000 km) bis Ende Juli auf den Maximalwert von 1.6' (100.000 km), um dann bis Ende Oktober wieder auf 1.1' (70.000 km) zurückzugehen. Dabei war die Koma mäßig verdichtet (DC 4 bis 4-5). Ein Schweif wurde visuell nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Der Komet 240P/NEAT (P=7.62a), der Mitte Mai 2018 sein Perihel passiert (Sonnendistanz 2.13 AE), steigerte seine Helligkeit gemäß H. Sato zwischen dem 18. Juli und dem 28. August 2017 deutlich schneller als erwartet. Wies er am 18. Juli eine 15" große Koma der Gesamthelligkeit 17.3m (im w-Band) auf, so zeigte er sich am 28. August überraschend 13.9m hell, mit einer 1.3' großen Koma. Die Schweiflänge vergrößerte sich von 75" auf 3' (CBET 4427). Weitere Beobachtungen zeigten dann allerdings zunächst eine konstante, um 4m größere Helligkeit als prognostiziert. Die Maximalhelligkeit von 13.8m wurde Mitte Oktober 2017 erreicht. Seitdem nimmt die Helligkeit, trotz sinkender Sonnendistanz, langsam wieder ab. Anfang Januar 2018 wurde diese zu 15.0m bestimmt. Der Komadurchmesser lag zwischen September und Dezember 2017 konstant bei knapp 1.0', was eine leichte Ausdehnung des absoluten Durchmessers von 80.000 km auf 100.000 km bedeutet. Dabei präsentierte sich die Koma ziemlich diffus (DC 2-3).

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Erwin Schwab gelang mit Aufnahmen, die er remote mit dem 0.8m-Teleskop auf Calar Alto am 16. Januar 2018 gewann, die Wiederentdeckung des Kometen P/2013 CU129 (PanSTARRS). Dabei präsentierte sich Komet P/2018 A2 (PanSTARRS) als 20.0m schwaches, stellares Objekt. Sein Perihel im Abstand von 0.80 AE wird er am 24. Juni 2018 passieren (CBET 4474/75). Geht man von den im Jahr 2013 abgeleiteten Helligkeitsparametern aus (m0=17.5m / n=2), so wird der Komet im Juli 2018 eine Maximalhelligkeit von 14.0m erreichen, zu der Zeit aber nur am Südhimmel sichtbar sein. Von Mitteleuropa aus wird er beim Verschwinden über dem westlichen Abendhorizont Anfang Juni lediglich 16.0m hell sein. Zwischenzeitlich hat der Komet die permanente Bezeichnung 364P/PanSTARRS erhalten.
Der Komet wurde deutlich heller als prognostiziert und erreichte um den 10. Juli 2018 eine größte Helligkeit von 11.0m. Auf der Basis von 29 Beobachtungen von 6 Beobachtern ergeben sich die Helligkeitsparameter zu m0=15.0m / n=5. Der Komet stand der Erde während der Sichtbarkeit sehr nahe, wobei er am 19. Juli eine minimale Distanz von 0.24 AE erreichte. Dabei zeigt sich, dass der Komet zwar eine hochverdichtete (DC 6) aber außerordentlich kleine Koma aufwies, die mit der geringen absoluten Helligkeit korrespondiert. Der Komadurchmesser stieg von 0.3' (8.000 km) zu Sichtbarkeitsbeginn auf den Maximalwert von 1.2' (18.000 km) Ende Juni an, um dann wieder bis auf 0.7' (7.000 km) Anfang August zu schrumpfen. Ein Schweif wurde - visuell und per CCD - im Juni und Juli beobachtet, wobei dessen Länge 10' (150.000 km) erreichte. Dabei war der Schweif anfangs nach Osten gerichtet, begann sich aber ab Ende Juni zu drehen und wies Ende Juli in südwestliche Richtung.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

Andreas Kammerer


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