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Kometen-Auswertungen


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Aktuelle interessante schwächere Kometen


Am 31. Oktober 2010 entdeckte A. Boattini mit dem 1.5m-Mt.Lemmon-Reflektor einen 20.0m hellen Kometen im Grenzbereich der Sternbilder Walfisch/Widder. Komet C/2010 U3 (Boattini) wies eine 6-7" große, mäßig verdichtete Koma auf, die in PW=330° elongiert wirkte und eine 3-4" große zentrale Verdichtung zeigte. Weitere Beobachtungen ergaben einen Komadurchmesser von etwa 20" und einen 25" langen Schweif in PW=330°. Der Komet befand sich bei der Entdeckung in der Rekord-Sonnendistanz von 18.5 AE und wird der Sonne im Frühjahr 2019(!) nicht näher als 8 AE kommen, wobei er aber bis zu 15m hell werden könnte und sich in der interessantesten Phase günstig in polnahen Gebieten (Giraffe, Großer Wagen, Drache) aufhält (IAUC 9182 / 2010-V109). Es handelt sich um einen absolut hellen Kometen, der bei seiner Entdeckung bereits einen Komadurchmesser von 250.000 km aufwies!
Eine sehr grobe Analyse der bisherigen Sichtbarkeit (bis Anfang Februar 2019) auf der Basis von gerade mal 20 Beobachtungen ergibt Helligkeitsparameter von m0=6.2m/n=5, was eine Maximalhelligkeit von 15.5m zum Jahreswechsel 2017/18 und von 15.3m zum Zeitpunkt des Perihels ergibt. Der Komadurchmesser lag die gesamte bisherige Sichtbarkeit hinweg bei etwa 0.4' (150.000 km).

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Auf Aufnahmen vom 19. Juli 2015 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen im Sternbild Steinbock, nahe der Grenze zum Schützen. Das Team stellte beim Kometen C/2015 O1 (PanSTARRS) einen 2.5" langen Schweif in östlicher Richtung und eine winzige Koma der Helligkeit 19.5m fest. Nachfolgebeobachtungen zeigten eine 15x17" große Koma der Gesamthelligkeit 18.5m und einen 4" langen Schweif in PW=100°. Der Komet wird das recht ferne Perihel seiner Bahn (Abstand: 3.7 AE) erst im Februar 2018 passieren und sollte - unter der Annahme einer durchschnittlichen Entwicklung - 13.5m hell werden (CBET 4119 / MPEC 2015-Q71). Heller als 16m wäre er von Januar 2017 bis April 2019. In diesem Zeitraum bewegt er sich vom Sternbild Adler über Herkules, Bärenhüter, Großer Bär in das Sternbild Luchs. In den interessantesten Wochen steht er in bequemer Höhe am Morgen- bzw. Nachthimmel.
Bereits seit eineinhalb Jahren wird der Komet beobachtet, doch ist die Varianz in der Sonnendistanz noch immer recht klein, so dass die 121 Beobachtungen von 24 Beobachtern (bis Anfang Februar 2019) lediglich die Ableitung grober Werte für die Helligkeitsparameter erlauben. Am besten geben die Werte m0=3.2m/n=5 den bisherigen Helligkeitsverlauf wieder. Die Maximalhelligkeit von 12.9m wurde Anfang April 2018 erreicht. Während der Komadurchmesser im Frühjahr 2017 bei lediglich 0.7' (110.000 km) lag, erreichte er im Frühjahr 2018 den Maximalwert von 1.4' (200.000 km) und maß im Winter 2018/19 noch immer 1.2', was einem absoluten Durchmesser von 225.000 km entspricht. Allerdings wurde die Koma zunehmend diffuser. Der Kondensationsgrad betrug im Frühjahr 2017 DC 4-5, im Frühjahr 2018 immer noch DC 4, war aber im Winter 2018/19 auf DC 2 zurückgegangen.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Am 14. Juli 2016 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen der 21. Größenklasse im Sternbild Herkules. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2016 N6 (PanSTARRS) zeigten eine hochverdichtete, 5x7" große Koma der Gesamthelligkeit 20.0m. Der Komet wird sein Perihel im Abstand von 2.7 AE erst im Juli 2018 passieren und könnte dann immerhin 14m hell sein (CBET 4309). Heller als 16m wäre er von Herbst 2017 bis Frühjahr 2019 mit dem Helligkeitsmaximum im Frühjahr 2018. In diesem Zeitraum bewegt er sich durch die Sternbilder Bärenhüter, Drache, Kleiner Bär, Drache, Luchs (größte Helligkeit), Krebs, Wasserschlange, Achterdeck, Großer Hund und Hase. Zwischen Mitte Juni und Anfang September 2018 ist er für mitteleuropäische Beobachter unsichtbar.
Die Entwicklung des Kometen kann mittlerweile auf der Basis von 165 Beobachtungen von 28 Beobachtern (bis Anfang Februar 2019) definiert werden. Demnach erfolgt die Helligkeitsentwicklung gemäß der Formel
m = 5.3m + 5×log D + 10.8×log r,
was ein Maximum von 12.4m sowohl Anfang April 2018 als auch Anfang Dezember 2018 ergibt. Der scheinbare Komadurchmesser lag 2017 bei lediglich 0.5', stieg aber ab Februar 2018 an und erreichte im Mai einen Wert von 1.5'. Die Schätzungen im Herbst 2018 ergeben sogar einen Durchmesser von knapp 2'. Der absolute Komadurchmesser maß 2017 nur 95.000 km, stieg aber ab Anfang Februar 2018 an und erreichte im Mai einen Wert von 225.000 km. Im Herbst 2018 ergibt sich ein absoluter Komadurchmesser von 250.000 km. Der Kondensationsgrad lag 2017 konstant bei DC 3, erreichte im Frühjahr 2018 DC 5 und lag im Herbst 2018 bei DC 4. Ein Schweif konnte nur per CCD festgestellt werden und erreichte eine maximale Länge von lediglich 3' (1 Mill. km).

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Auf Aufnahmen vom 26. August 2016 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen auf der Grenze der Sternbilder Steinbock/Wassermann, dessen Helligkeit es auf 21.5m schätzte, und der einen breiten, 6" langen Schweif in nördlicher Richtung aufwies. Detailbeobachtungen des Kometen C/2016 Q2 (PanSTARRS) zeigten eine hochverdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.0m und einen sehr breiten, 12" langen Schweif in PW=338°. Der Komet wird das ferne Perihel seiner Bahn (Sonnendistanz: 7.2 AE) mit einer Umlaufszeit von etwa 440 Jahren erst im Mai 2021 passieren und sollte dann etwa 15.5m hell sein. Heller als 16.0m wäre er vom Frühjahr 2020 bis zum Herbst 2022, wobei er sich in diesem Zeitraum durch die Sternbilder Schwan, Leier, Drache/Herkules und Großer Bär bewegt (CBET 4311 / MPEC 2016-V116).

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Im Rahmen der LINEAR-Durchmusterung wurde auf Aufnahmen vom 26. Januar 2017 ein 19.5m schwaches asteroidales Objekt im Grenzbereich der Sternbilder Wasserschlange/Rabe entdeckt. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 B3 (LINEAR) zeigten eine 8" große, deutlich verdichtete Koma der Helligkeit 18.5m. Der Komet wird sein recht fernes Perihel erst Anfang 2019 passieren und könnte zu dieser Zeit immerhin 14-15m hell sein, wird allerdings dann weit am Südhimmel stehen (CBET 4354). Im Zeitraum, in dem er heller als 16.0m sein dürfte, kann er von Mitteleuropa aus nicht beobachtet werden.

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Am 21. Mai 2017 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen mit einer winzigen Koma im Sternbild Drache, dessen Helligkeit es auf 21.0m schätzte. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 K2 (PanSTARRS) wiesen eine mäßig verdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.0m nach (CBET 4393 / MPEC 2017-N26). Der Komet wurde in der Rekord-Sonnendistanz von 16.1 AE entdeckt, womit sich seine absolute Helligkeit – unter Annahme einer durchschnittlichen Entwicklung – zu 1m, sein aktueller Komadurchmesser zu 140.000 km ergibt. Der Komet wird das Perihel seiner Bahn im Abstand von 1.80 AE erst in den Weihnachtstagen 2022 passieren. Heller als 16.0m wäre er von Anfang 2020 bis Ende 2025, wobei er in diesem Zeitraum vom nördlichen Bereich des Sternbilds Herkules durch die Sternbilder Schlangenträger und Skorpion wandert, zwischen Oktober 2022 und März 2023 tief in den Südhimmel vorstößt, um dann wieder im Sternbild Eridanus erneut sichtbar zu werden und danach durch Hase, Orion und Stier in den Fuhrmann zu laufen. Seine maximale Helligkeit von etwa 5.5m wird er zum Jahreswechsel 2022/23 erreichen. In den interessantesten Monaten kann er von Mitteleuropa aus bis Ende August 2022 (dann 6.0m hell) am Abend-/Nachthimmel und dann erst wieder ab Anfang September 2023 (9.5m hell) am Morgenhimmel beobachtet werden.

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Am 21. Juni 2017 entdeckte das ATLAS-Team ein asteroidales Objekt der 18. Größenklasse im Sternbild Kepheus, welches bei Nachfolgebeobachtungen seine kometare Natur offenbarte. Komet C/2017 M4 (ATLAS) wies eine 13" große, mäßig verdichtete Koma der Helligkeit 17.5m mit einem kurzen Schweif in südöstlicher Richtung auf. Er wird sein mittelfernes Perihel (Sonnendistanz: 3.24 AE) erst am 15. Januar 2019 passieren und könnte im Sommer 2019 immerhin 14.0m hell werden (CBET 4408 / MPEC 2017-N58). Heller als 16m wäre er während des gesamten Jahrs 2018, wobei er in diesem Zeitraum vom Grenzbereich der Sternbilder Schwan/Leier durch die Sternbilder Herkules (wo er seine größte Helligkeit aufweist) und Schlangenträger wandern wird. Von Mitteleuropa aus wird er bis Anfang November 2018 sichtbar sein.
Auf der Basis von 51 Beobachtungen von 13 Beobachtern (bis Anfang Februar 2019) ergibt sich eine Helligkeitsentwicklung gemäß den Parametern m0=7.2m / n=3, was ein erstes Maximum von 14.0m im August 2018 ergibt. Sofern diese Entwicklung konstant bleibt, wird der Komet im Mai 2019 eine Maximalhelligkeit von 13.3m erreichen. Der scheinbare Komadurchmesser stieg zwischen Februar und August 2018 von 0.3' (60.000 km) auf 0.8' (130.000 km) an; dieser Wert ist seitdem konstant. Die Koma ist nur mäßig verdichtet (DC 3 bis DC 4), wobei ein leichter aber kontinuierlicher Rückgang angedeutet ist. Ein Schweif wird bislang nicht beobachtet.

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Aufnahmen des PanSTARRS-Projekts vom 2. Oktober 2017 zeigten einen schwachen Kometen mit einer winzigen Koma im Sternbild Eridanus. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 T2 (PanSTARRS) wiesen eine deutlich verdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.3m und einen 20" langen Schweif in PW=290° nach. Der Komet wird sein Perihel im Sonnenabstand von 1.62 AE erst am 6. Mai 2020 passieren und dürfte in jenen Wochen 8.0m hell werden (CBET 4445). Heller als 16m wäre er in den Jahren 2019 und 2020, heller als 12.0m von Oktober 2019 bis Oktober 2020. In den interessantesten Monaten ist er für mitteleuropäische Beobachter bis Ende November 2019 besser am Morgenhimmel, danach bis Anfang September 2020 am Abendhimmel zu beobachten. Während dieses Zeitraums wandert er durch die Sternbilder Stier, Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia, Giraffe (Maximalhelligkeit), Großer Bär, Jagdhunde, Haar der Berenice und Jungfrau.

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Auf Aufnahmen des "Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System" (ATLAS) vom 10. Januar 2018 wurde ein asteroidales Objekt im Nordteil des Sternbilds Jungfrau entdeckt, welches bei Folgebeobachtungen seine kometare Natur offenbarte. Komet C/2018 A3 (ATLAS) zeigte dabei eine 8" große Koma der Helligkeit 18.0m. Er wird sein Perihel im Abstand von 3.28 AE am 11. Januar 2019 passieren und könnte dann 15.0m hell sein (CBET 4476 / MPEC 2018-B155). Zwischen November 2018 und Februar 2019 sollte er heller als 16.0m sein und dabei vom Zentralteil des Sternbilds Großer Bär in den Südwesten des Sternbilds Giraffe wandern, somit die ganze Nacht über sichtbar sein.
Bis Anfang Februar 2019 wurden nur wenige Beobachtungen publiziert. Diese zeigen den Kometen Ende Januar 2019 etwa 15.0m hell, bei einem Komadurchmesser von etwa 0.5'.

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A.R. Gibbs entdeckte am 15. Januar 2018 einen 19m hellen Kometen im Sternbild Löwe. Folgebeobachtungen des Kometen C/2018 A6 (Gibbs) zeigten eine hochverdichtete, 10" große Koma der Gesamthelligkeit 18.8m und einen aufgefächerten, 15" langen Schweif (PW=110-17°). Der Komet wird sein Perihel in der Sonnendistanz von 2.86 AE am 24. Mai 2019 passieren und sollte dann die 15. Größenklasse erreichen (CBET 4479). Allerdings wird er sich ab Jahresbeginn 2019 – dann erst 16.0m hell – tief am Südhimmel aufhalten.

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Am 25. Mai 2018 entdeckte Henry Weiland auf Aufnahmen, die im Rahmen des ATLAS-Projekts mit dem 0.5m-Schmidt-Reflektor auf dem Mauna Loa Observatorium erhalten wurden, einen Kometen im östlichen Teil des Sternbilds Schütze, der eine 12" große Koma der Gesamthelligkeit 17m und einen 12" langen Schweif in westlicher Richtung aufwies. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2018 K1 (Weiland) zeigten eine extrem diffuse, bis zu 1.0' große Koma der Gesamthelligkeit 15.0m und bestätigten den schwachen Schweif in westlicher bis südwestlicher Richtung. Der Komet passierte sein Perihel im Sonnenabstand von 1.88 AE bereits am 6. April 2018 und wird nun langsam schwächer (CBET 4518). Heller als 16.0m war er lediglich im Mai/Juni, als er vom Sternbild Steinbock in den nördlichen Teil des Sternbilds Skorpion lief.

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Am 6. Juni 2018 wurde im Rahmen des ATLAS-Projekts ein Komet im Sternbild Zentaur entdeckt. Komet C/2018 L2 (ATLAS) wies eine 20" große Koma der Gesamthelligkeit 15.5m und einen 27" langen Schweif in PW=92° auf. Er wird sein Perihel in der Sonnendistanz von 1.71 AE am 2. Dezember 2018 passieren und sollte dann eine Maximalhelligkeit von 14.0m erreichen (CBET 4522). Heller als 16m dürfte er bis in den April 2019 hinein sein. Von Mitteleuropa aus kann er von Oktober 2018 bis April 2019 knapp über dem abendlichen Südwest- bis Nordwesthorizont beobachtet werden (Horizonthöhen maximal 20°), am Morgenhimmel dann in den ersten vier Monaten des Jahres 2019 über dem östlichen Horizont (Maximalhöhen: 25°). In diesem Zeitraum wandert er durch die Sternbilder Schlange, Schlangenträger, Herkules, Füchschen, Schwan und Eidechse in die Andromeda.
Der Komet wies einen Helligkeitsausbruch mit einer Amplitude von 3.5m auf! Wurde seine Helligkeit am 5. September 2018 noch auf 13.8m geschätzt, zeigte er sich am 6. Oktober 2018 (60 Tage vor dem Periheldurchgang) 10.4m hell! Seitdem geht die Helligkeit gemäß der Formel
t > -60d: m = 8.7m + 5×log D + 0.005×(t-T)
langsam aber stetig zurück. Der Ausbruch spiegelt sich auch im Komadurchmesser wieder, der Anfang September noch bei 1.0' (100.000 km) lag, gleich nach dem Ausbruch aber 4.0' (430.000 km) maß. Seitdem geht er zurück und wurde Anfang Februar 2019 auf nur noch 2.0' (200.000 km) geschätzt. Interessanterweise spiegelte sich der Ausbruch nicht im Kondensationsgrad wieder. Dieser wurde bis Ende 2018 auf konstant DC 3-4 geschätzt, Anfang 2019 dann aber nur noch auf DC 2-3. Ein Schweif wurde nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Das ASASSN-Team entdeckte am 7. Juli 2018 einen Kometen der 16. Größenklasse im mittleren Teil des Sternbilds Eridanus. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2018 N2 (ASASSN) zeigten eine stark verdichtete, 25" große Koma und einen 15" langen Schweif in PW=220°. Der Komet wird sein Perihel im Sonnenabstand von 3.13 AE erst am 11. November 2019 passieren, und sollte dann die 11. Größenklasse erreichen (CBET 4534). Heller als 16m wäre er bis ins Frühjahr 2021, heller als 13.5m von Mitte 2019 bis Mitte 2020. Innerhalb des letzteren Zeitraums bewegt er sich vom Sternbild Widder bis in den Kepheus, sollte somit für mitteleuropäische Beobachter ein stets gut beobachtbares Objekt sein. Die aus der Entdeckungshelligkeit abgeleitete absolute Helligkeit von 4.0m (unter Annahme einer Standardentwicklung von n=4) deutet auf einen recht großen Kometen hin, der der Sonne leider nicht sonderlich nahe kommen wird.
Anfang Februar 2019 können erst 32 Beobachtungen von 5 Beobachtern für eine erste grobe Analyse der Entwicklung herangezogen werden. Die Helligkeitsschätzungen können recht gut mit den Parametern m0=7.2m/n=2 dargestellt werden, was eine deutlich unterdurchschnittliche Entwicklung andeutet. Sollte diese Entwicklung fortdauern, würde der Komet zum Zeitpunkt seines Perihels eine Maximalhelligkeit von lediglich 11.5m erreichen. Ende 2018 zeigte der Komet einen Komadurchmesser von 0.8' (170.000 km), wobei die Koma nur mäßig verdichtet war (DC 3-4). Ein Schweif wurde bislang nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Auf Aufnahmen vom 7. September 2018 mit dem 1.5m-Reflektor auf dem Mt. Lemmon wurde ein Komet der 19. Größenklasse im Grenzbereich der Sternbilder Wassermann/Steinbock entdeckt. Komet C/2018 R3 (Lemmon) wies eine hochverdichtete, 8" große Koma und einen 4" langen Schweif in östliche Richtung auf. Der Komet wird sein Perihel im Abstand von 1.29 AE am 7. Juni 2019 passieren und könnte dann immerhin 13-14m hell werden (CBET 4556). Heller als 16. Größenklasse wäre er von April bis August 2019, wobei er in diesem Zeitraum durch die Sternbilder Pegasus, Andromeda, Kassiopeia, Giraffe, Luchs (maximale Helligkeit) und Löwe wandert. Allerdings wird er für mitteleuropäische Beobachter nie große Höhen erreichen. Am Morgenhimmel erreicht er eine maximale Horizonthöhe von 25° Anfang Mai, am Abendhimmel von 20° Anfang Juni.

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Ein bereits am 27. Oktober 2018 im Grenzbereich der Sternbilder Schwan/Leier/Drache vom Lemmon-Projekt entdecktes asteroidales Objekt der 20. Größenklasse entpuppte sich bei Folgebeobachtungen als Komet. Komet C/2018 U1 (Lemmon) wies eine stellare Koma und einen in östliche Richtung weisenden, 5" langen Schweif auf. Er wird sein Perihel in der Sonnendistanz von 4.98 AE erst am 1. November 2021 passieren und könnte dann immerhin 15.0m hell werden (CBET 4574). Heller als 16.0m wäre er von Frühjahr 2021 bis Sommer 2022, doch verschwindet er für mitteleuropäische Standorte bereits im September 2021. In diesem Zeitraum bewegt er sich vom östlichen Teil des Sternbilds Schlange durch den Schlangenträger in den nördlichen Teil des Sternbilds Skorpion.

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Am 27. November 2018 entdeckte B.M. Africano mit dem 1.5m-Teleskop des Mt. Lemmon Observatoriums einen Kometen im Sternbild Jagdhunde. Nahezu zeitgleich bemerkte H. Groeller mit dem 0.68m-Catalina Sky Schmidt Teleskop den Kometen, meldete diesen aber erst, nachdem bereits die Entdeckungsmeldung auf den CBET-Seiten veröffentlicht worden war. Komet C/2018 W2 (Africano) präsentierte eine 7" große Koma der Gesamthelligkeit 18.5m und einen mehrere Bogensekunden langen Schweif in südwestlicher Richtung. Er wird sein Perihel in der Sonnendistanz von 1.45 AE am 6. September 2019 passieren und dürfte dann eine Helligkeit von 10.5m aufweisen (CBET 4580 / MPEC 2018-Y71). Am 27. September wird er die Erde im Abstand von 0.49 AE passieren und könnte dann sogar 9.5m hell werden - wird bei einem Komadurchmesser von 5' allerdings kein leichtes Objekt sein. Heller als 16.0m wäre er von April 2019 bis Januar 2020. Von mitteleuropäischen Standorten aus kann er bis Mitte Oktober 2019 beobachtet werden. In diesem Zeitraum bewegt er sich durch die Sternbilder Kepheus, Kassiopeia, Giraffe, Perseus, Andromeda, Pegasus (maximale Helligkeit), Fische und Wassermann.

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Mitte Juni 2018 taucht der Komet 37P/Forbes (P=6.43a) über dem östlichen Morgenhorizont auf, welcher bereits am 4. Mai sein Perihel (Sonnendistanz: 1.61 AE) passierte. Bis Mitte August bewegt er sich vom östlichen Bereich des Sternbilds Wassermann in den Kopf des Sternbilds Fische. Seine Helligkeit dürfte leicht von 12.5m auf 13.0m zurückgehen.
Der Komet wies eine stetige, steile Helligkeitsentwicklung in der aktuellen Sichtbarkeit auf. Auf der Basis von 79 Beobachtungen von 16 Beobachtern kann die Helligkeitsentwicklung mit der Formel
m = 6.0m + 5×log D + 29×log r
gut dargestellt werden. Damit ergibt sich eine Maximalhelligkeit von 12.6m um den 25. Mai 2018. Der scheinbare Komadurchmesser betrug anfangs 1.1' und stieg im Verlauf der Sichtbarkeit auf den Maximalert von 1.5' an, der zwischen Mitte Mai und Mitte August nahezu konstant blieb. Danach nahm der scheinbare Komadurchmesser ab und maß Anfang Oktober nur noch 1.0'. Damit ergibt sich ein absoluter Komadurchmesser, der stetig von 110.000 km auf 55.000 km zurückging. Die Koma präsentierte sich mäßig verdichtet. Der Kondensationsgrad stieg von anfangs DC 3 im April auf DC 4 zwischen Ende Mai und Anfang Juli, um bis Anfang Oktober auf DC 2 zurückzugehen. Ein Schweif wurde nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Mitte Mai 2018 sollte der Komet 48P/Johnson (P=6.54a) heller als 16m werden und seine Helligkeit bis Mitte August - zur Zeit seiner Perihelpassage am 12. August im Sonnenabstand von 2.00 AE - auf 14.5m steigern. In diesem Zeitraum bewegt er sich vom nordöstlichen Teil des Sternbilds Steinbock in das Grenzgebiet der Sternbilder Wassermann/Südlicher Fisch, um sich im Winter 2018/19 wieder nordwärts in Richtung der Grenzregion der Sternbilder Walfisch/Fische zu bewegen.
Der Komet wies in dieser Sichtbarkeit eine deutlich unterschiedliche Helligkeitsentwicklung vor und nach dem Perihel auf. Auf der Basis von 112 Beobachtungen von 18 Beobachtern ergeben sich für die Helligkeitsentwicklung die folgenden zeitabhängigen Formeln:
vor dem Perihel: m = 12.3m + 5×log D + 0.019×|t-T|
nach dem Perihel: m = 12.3m + 5×log D
Diese Formeln ergeben eine Maximalhelligkeit von 12.3m um den 20. August 2018. Der scheinbare Komadurchmesser stieg zwischen Ende Mai und Ende Juli von 0.5' auf 1.5' an. Dieser Wert wurde sechs Wochen lang konstant gehalten. Ab Mitte September ging er wieder zurück und maß Mitte Oktober 1.0' und Ende Dezember 0.5'. Der absolute Komadurchmesser dehnte sich von 35.000 km Ende Mai auf den Maximalwert von 85.000 km Ende Juni aus. Danach schrumpfte die Koma kontinuierlich und maß Mitte Oktober noch 60.000 km und Ende Dezember nur noch 45.000 km. Die Koma verdichtete sich in den ersten Monaten leicht von DC 3-4 auf den Maximalwert von DC 5 im August, um danach wieder langsam diffuser zu werden (Mitte Oktober DC 3-4, Ende Dezember DC 2-3). Visuelle Schweifsichtungen liegen nicht vor.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Besitzer größerer Instrumente können sich im Herbst 2018 am Kometen 59P/Kearns-Kwee (P=9.53a) versuchen, der sein Perihel am 16. September im Sonnenabstand von 2.36 AE passieren wird. Dessen Helligkeit soll zwischen August und November von 15.0m auf 14.0m ansteigen, um danach bis März 2019 wieder auf 15.0m zurückzugehen. Er bewegt sich in diesem Zeitraum vom Grenzbereich der Sternbilder Fuhrmann/Zwillinge in den Krebs, ist somit zunächst ein Morgenhimmelobjekt, im weiteren Verlauf ein Objekt der ganzen Nacht.
Der Komet erreichte zum Jahreswechsel 2018/19 lediglich eine Maximalhelligkeit von 16.0m.

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Der Komet 60P/Tsuchinshan (P=6.58a) wird sein Perihel am 11. Dezember 2018 im Abstand von 1.62 AE ein weiteres Mal passieren. Im November 2018 sollte er die 16. Größenklasse überschreiten und bis Mitte Februar 14.5m hell werden, worauf aktuelle Beobachtungen auch hindeuten. Der Komet bewegt sich vom südwestlichen Teil des Sternbilds Löwe in den Grenzbereich der Sternbilder Jungfrau/Sextant, kann somit am Morgenhimmel aufgesucht werden.
Anfang Februar 2019 waren mir erst 29 Beobachtungen von 14 Beobachtern bekannt. Diese weisen einen sehr geringen Korrelationskoeffizienten auf, so dass hilfsweise die Standardparameter m0=11.5m/n=4 angenommen werden. Damit würde er Mitte Februar 2019 eine Maximalhelligkeit von 13.5m erreichen. Der Durchmesser der merklich (DC 5) verdichteten Koma wurde im Januar 2019 auf knapp 1.0' geschätzt.

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Ab etwa Mitte Juli 2018 kann der am 19. Mai sein Perihel im Abstand von 1.29 AE passierende Komet 66P/du Toit (P=14.90a) über dem südöstlichen Morgenhimmelhorizont gesichtet werden. Der im südlichen Teil des Sternbilds Walfisch positionierte Komet dürfte zu dieser Zeit etwa 12.0m hell sein, wobei seine Helligkeit bis Mitte August um eine Größenklasse zurückgehen dürfte.
Der Komet wies eine steile Helligkeitsentwicklung auf, wie 75 Beobachtungen von 10 Beobachtern ausweisen. Auf deren Basis ergeben sich die Parameter zu m0=8.2m/n=10, was eine maximale Helligkeit von 10.7m um den 20. Mai 2018 ergibt. Der Komadurchmesser stieg von 1.5' (75.000 km) zu Sichtbarkeitsbeginn rasch auf den Maximalwert von 6.5' (240.000 km) an, der Anfang Juni erreicht wurde. Danach begann er zu schrumpfen und maß Ende Juli nur noch 2.5' (100.000 km) und Mitte September 0.5' (25.000 km). Die Koma präsentierte sich stets sehr diffus. Der Kondensationsgrad lag zwischen DC 1-2 und DC 2-3 (insbesondere um das Perihel). Ein Schweif wurde nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Der Komet 78P/Gehrels (P=7.23a) kann in den Wintermonaten 2018/19 von mitteleuropäischen Standorten aus in geringer Höhe am Abendhimmel beobachtet werden. Er wird sein Perihel in der Sonnendistanz von 2.01 AE am 2. April 2019 passieren, dann aber der Sonne zu nahe stehen. In den Wintermonaten 2018/19 bewegt er sich vom nordöstlichen Bereich des Sternbilds Steinbock in den Grenzbereich der Sternbilder Fische/Walfisch, wobei seine Helligkeit leicht von 13.5m auf 13.0m ansteigen sollte.
Lediglich 27 Beobachtungen von 8 Beobachtern wurden mir bis Anfang Februar 2019 bekannt. Die Helligkeitsschätzungen können recht gut mit den Parametern m0=9.5m/n=3 dargestellt werden, was eine Maximalhelligkeit von 13.5m Anfang Oktober 2018 ergibt. Zur gleichen Zeit wurde der maximale Komadurchmesser von 1.0' (75.000 km) erreicht, wobei die Koma mit DC 3-4 recht diffus war. Ein Schweif wurde nicht gesichtet.

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Im Herbst 2018 sollte der Komet 123P/West-Hartley (P=7.58a) heller als 16.0m werden. Sein Perihel in der Sonnendistanz von 2.13 AE wird er am 5. Februar 2019 passieren und sollte dann die 13. Größenklasse erreichen. Im Winter 2018/19 wird er eine Oppositionsschleife im Grenzbereich der Sternbilder Kleiner Löwe/Löwe/Großer Bär ziehen.
Die Zahl der publizierten Beobachtungen des Kometen ist Anfang Februar 2019 noch ziemlich klein, aber mit den Helligkeitsparametern m0=7.0m/n=7 verträglich. Damit würde der Komet Ende Februar 2019 eine Maximalhelligkeit von etwa 13.0m erreichen. Bis Mitte Mai 2019 würde die Helligkeit auf 14.5m zurückgehen. Der Durchmesser der merklich (DC 5) verdichteten Koma wurde im Januar auf knapp 1.5' geschätzt.

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Erwin Schwab gelang mit Aufnahmen, die er remote mit dem 0.8m-Teleskop auf Calar Alto am 16. Januar 2018 gewann, die Wiederentdeckung des Kometen P/2013 CU129 (PanSTARRS). Dabei präsentierte sich Komet P/2018 A2 (PanSTARRS) als 20.0m schwaches, stellares Objekt. Sein Perihel im Abstand von 0.80 AE wird er am 24. Juni 2018 passieren (CBET 4474/75). Geht man von den im Jahr 2013 abgeleiteten Helligkeitsparametern aus (m0=17.5m / n=2), so wird der Komet im Juli 2018 eine Maximalhelligkeit von 14.0m erreichen, zu der Zeit aber nur am Südhimmel sichtbar sein. Von Mitteleuropa aus wird er beim Verschwinden über dem westlichen Abendhorizont Anfang Juni lediglich 16.0m hell sein. Zwischenzeitlich hat der Komet die permanente Bezeichnung 364P/PanSTARRS erhalten.
Der Komet wurde deutlich heller als prognostiziert und erreichte um den 10. Juli 2018 eine größte Helligkeit von 11.4m. Auf der Basis von 41 Beobachtungen von 7 Beobachtern ergeben sich die Helligkeitsparameter zu m0=15.4m / n=5. Der Komet stand der Erde während der Sichtbarkeit sehr nahe, wobei er am 19. Juli eine minimale Distanz von 0.24 AE erreichte. Dabei wies der Komet über lange Zeit hinweg eine stark verdichtete (DC 5-6) aber außerordentlich kleine Koma auf, die mit der geringen absoluten Helligkeit korrespondiert. Der Komadurchmesser stieg von 0.4' (knapp 10.000 km) zu Sichtbarkeitsbeginn auf den Maximalwert von 1.7' (25.000 km) Ende Juni an, um dann wieder bis auf 0.5' (10.000 km) Ende August zu schrumpfen. Ein Schweif wurde - visuell und per CCD – zwischen Mitte Juni und Mitte August beobachtet, wobei dessen Länge 10' (150.000 km) erreichte. Dieser wies anfangs in östliche Richtung, drehte im Verlauf seiner Sichtbarkeit aber von Süd auf West.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

Andreas Kammerer


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