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Interessante schwächere Kometen


Am 31. Oktober 2010 entdeckte A. Boattini mit dem 1.5m-Mt.Lemmon-Reflektor einen 20.0m hellen Kometen im Grenzbereich der Sternbilder Walfisch/Widder. Komet C/2010 U3 (Boattini) wies eine 6-7" große, mäßig verdichtete Koma auf, die in PW=330° elongiert wirkte und eine 3-4" große zentrale Verdichtung zeigte. Weitere Beobachtungen ergaben einen Komadurchmesser von etwa 20" und einen 25" langen Schweif in PW=330°. Der Komet befand sich bei der Entdeckung in der Rekord-Sonnendistanz von 18.5 AE und wird der Sonne im Frühjahr 2019(!) nicht näher als 8 AE kommen, wobei er aber bis zu 15m hell werden könnte und sich in der interessantesten Phase günstig in polnahen Gebieten (Giraffe, Großer Wagen, Drache) aufhält (IAUC 9182 / 2010-V109). Es handelt sich um einen absolut sehr hellen Kometen, der bei seiner Entdeckung bereits einen Komadurchmesser von 250.000 km aufwies!
Die wenigen bis Ende Juli 2017 publizierten Beobachtungen erlauben keine definitiven Aussagen über die Helligkeitsentwicklung dieses Kometen. Zwischen September und November 2017 kann er mit großen Instrumenten als etwa 15.0-15.5m helles Objekt im Südteil des Sternbilds Giraffe ausgemacht werden, wobei er eine winzige (ca. 0.3-0.5' große), stark verdichtete Koma aufweist.

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Ein am 21. Mai 2011 vom T. Bressi auf Spacewatch-Aufnahmen im Grenzbereich der Sternbilder Schlangenträger/Schlange entdecktes 20.5m helles asteroidales Objekt zeigte auf Aufnahmen, die ab Mitte April 2012 gemacht wurden, seine kometare Natur. Komet C/2011 KP36 (Spacewatch) wies eine 8" große Koma der Gesamthelligkeit 20.0m sowie einen sehr schwachen, 9" langen Schweif in PW=10° auf. Der absolut betrachtet ziemlich helle Komet mit einer Umlaufszeit von etwa 235 Jahren wird das recht ferne Perihel seiner elliptischen Bahn erst im Mai 2016 durchlaufen und könnte dann immerhin 14.5m hell werden (CBET 3109). Heller als 15.5m sollte er von Mitte 2015 bis Anfang 2017 sein, wobei er in diesem Zeitraum vom Sternbild Wassermann durch die Fische ins Sternbild Walfisch wandert. Seine maximale Helligkeit würde er im September 2016 erreichen.
Auf der Basis von 83 Beobachtungen (bis Oktober 2017) zeigt sich eine deutlich unterdurchschnittliche Helligkeitsentwicklung. Als Helligkeitsparameter ergeben sich m0=7.0m/n=2, was eine Maximalhelligkeit von 13.5m Mitte September 2016 ergibt. Während der Komadurchmesser im Jahr 2015 lediglich 0.5' (80.000 km) betrug, wurde er im Sommer 2016 zu 0.7' (135.000 km) bestimmt, stieg aber im Herbst 2016 kurzfristig auf 1.2' (225.000 km) an. Im Jahr 2017 maß er 0.5' (120.000 km). Dabei zeigte sich die Koma die gesamte Zeit über nur gering bis mäßig verdichtet (DC 3).

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Auf Aufnahmen vom 19. Juli 2015 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen im Sternbild Steinbock, nahe der Grenze zum Schützen. Das Team stellte beim Kometen C/2015 O1 (PanSTARRS) einen 2.5" langen Schweif in östlicher Richtung und eine winzige Koma der Helligkeit 19.5m fest. Nachfolgebeobachtungen zeigten eine 15x17" große Koma der Gesamthelligkeit 18.5m und einen 4" langen Schweif in PW=100°. Der Komet wird das recht ferne Perihel seiner Bahn (Abstand: 3.7 AE) erst im Februar 2018 passieren und sollte - unter der Annahme einer durchschnittlichen Entwicklung - 13.5m hell werden (CBET 4119 / MPEC 2015-Q71). Heller als 16m wäre er von Januar 2017 bis April 2019. In diesem Zeitraum bewegt er sich vom Sternbild Adler über Herkules, Bärenhüter, Großer Bär in das Sternbild Luchs. In den interessantesten Wochen steht er in bequemer Höhe am Morgen- bzw. Nachthimmel.
Bis Ende Oktober 2017 waren mir 25 Beobachtungen bekannt geworden. Die Helligkeitsschätzungen lassen sich mit den Helligkeitsparametern m0=5.0m/n=4 darstellen, was eine prognostizierte Maximalhelligkeit von 13.5m im März 2018 bedeutet. Ende Oktober 2017 wies er eine Helligkeit von etwa 14.2m auf, wobei der Durchmesser der signifikant kondensierten (DC 4) Koma 0.8' betrug.

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Auf PanSTARRS-Aufnahmen vom 2. November 2015 wurde ein Objekt im Sternbild Giraffe entdeckt, welches ein wenig diffuser als die Feldsterne erschien. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2015 V1 (PanSTARRS) zeigten eine 6" kleine Koma der Gesamthelligkeit 19.5m, aber keinen Schweif. Die ersten Bahnelemente, nach denen der Komet der Sonne im Oktober 2014 sehr nahe gekommen wäre, mussten aufgrund weiterer Beobachtungen extrem geändert werden. Nach den aktuellen Elementen wird der Komet sein recht fernes Perihel erst Ende 2017 passieren und könnte dann, zu der Zeit das Sternbild Fische durchlaufend, immerhin 15.5m hell sein (CBET 4160 / MPEC 2015-V61).
Die nur ein Dutzend bis Oktober 2017 publizierten CCD-Beobachtungen zeigen eine etwas größere Helligkeit als vorhergesagt. Sollten die daraus sehr grob ableitbaren Parameter von m0=5.5m/n=4 durch weitere Beobachtungen bestätigt werden, erreichte der Komet im Oktober 2017 seine maximale Helligkeit von 14.5m. Ende Oktober maß die Koma lediglich 0.6'.

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Auf PanSTARRS-Aufnahmen vom 23. Januar 2016 entdeckte das Team einen Kometen der 20. Größenklasse im Sternbild Widder, der eine winzige Koma und einen kurzen Schweif aufwies. Dieses Objekt konnte daraufhin mit dem von W. Yeung am 18. Dezember 2015 entdeckten asteroidalen Objekt 2015 YY6 und mit dem am Mt. Lemmon Observatorium am 2. November im Grenzbereich der Sternbilder Stier/Fuhrmann/Perseus entdeckten asteroidalen Objekt 2015 VL62 identifiziert werden. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2015 VL62 (Lemmon-Yeung-PanSTARRS) zeigten eine hochverdichtete, 8" große Koma der Gesamthelligkeit 18.5m und einen 15" langen Schweif in PW=80°. Er wird sein Perihel erst am 28. August 2017 passieren und könnte dann 12-13m hell sein (CBET 4246/47). Heller als 16.0m wäre er von Ende 2016 bis Mitte 2018, wobei er in diesem Zeitraum in westlicher Richtung vom Sternbild Widder in den Skorpion laufen wird. Zur Zeit seiner maximalen Helligkeit wird er vom Sternbild Pegasus in den Adler laufen und damit ein Objekt der ganzen Nacht sein.
Nur mäßig gut dokumentieren die mir bis Oktober 2017 bekannt gewordenen 50 Beobachtungen von 16 Beobachtern die Entwicklung des Kometen. Der Helligkeitsverlauf kann leidlich gut mit den Parametern m0=10.0m/n=2 simuliert werden, was eine Maximalhelligkeit von 13.5m um den 20. August 2017 ergibt. Der Komadurchmesser nahm von anfangs 0.4' (55.000 km ) bis auf 1.2' (90.000 km) in den Wochen des Perihels zu, um dann bis Ende Oktober auf 0.4' (50.000 km) zurückzugehen. Dabei war die Koma stets ziemlich diffus. Der Koma-Kondensationsgrad entwickelte sich von DC 2 auf DC 3-4, um Ende Oktober bei DC 2-3 zu liegen. Ein Schweif wurde visuell nicht gesichtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Am 22. Juni 2016 entdeckte das PanSTARRS-Projekt einen Kometen der 19. Größenklasse im Sternbild Drache. Weitere Beobachtungen des Kometen C/2016 M1 (PanSTARRS) zeigten eine 10" große Koma der Gesamthelligkeit 18.5m und einen 12" langen Schweif in PW=180°. Der Komet wird sein Perihel erst im August 2018 passieren und könnte dann 9m hell sein (IAUC 4286 / MPEC 2016-N14). Heller als 16.0m wäre er von April 2017 bis Ende 2019. Von Mitteleuropa aus wird er im Dezember 2017 vom Abend- an den Morgenhimmel wechseln und dort bis Ende Juni 2018 (dann 9m hell) sichtbar bleiben. In diesem Zeitraum läuft er vom Sternbild Drache durch die Sternbilder Herkules, Schlangenträger, Schlange, Adler und Schütze.
Die Entwicklung des Kometen ist auf der Basis von 25 Beobachtungen (bis Ende Oktober 2017) noch recht unklar. Die Helligkeitsschätzungen können am besten mit den Parametern m0=8.0m/n=2 dargestellt werden, doch sind die Werte m0=6.5m/n=3 ebenfalls plausibel. Damit sollte der Komet Mitte 2018 eine Maximalhelligkeit von 9.7-10.3m erreichen, wird dann allerdings nur von der Südhalbkugel aus sichtbar sein. Ende Oktober 2017 zeigte sich der Komet 14.0m hell, mit einer 0.7' messenden, deutlich verdichteten (DC 5) Koma.

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Auf Aufnahmen vom 15. Juli 2016, die mit dem MASTER-Teleskop auf Teneriffa gewonnen wurden, zeigte sich ein 17.0m helles asteroidales Objekt im südwestlichen Teil des Sternbilds Walfisch. Detaillierte Untersuchungen des Objekts zeigten kometare Morphologie. Komet C/2016 N4 (MASTER) wies eine hochverdichtete, 15" große Koma der Gesamthelligkeit 16.5m und einen bis zu 60" langen Schweif in PW=190° auf. Er passiert das Perihel seiner elliptischen Bahn mit einer Umlaufszeit von etwa 1.000 Jahren im September 2017 und könnte dann immerhin 14m hell sein. In den interessantesten Monaten (Mitte 2017 bis Anfang 2018) bewegt er sich durch die Sternbilder Andromeda, Kassiopeia und Kepheus (CBET 4291 / MPEC 2016-P06).
Die mir bis Ende Oktober 2017 bekannt gewordenen 20 Beobachtungen lassen nur sehr grobe Aussagen zu. Die Helligkeit scheint sich entsprechend der Parameter m0=7.0m/n=4 zu entwickeln. Allerdings ist die bisher überdeckte Varianz in der Sonnendistanz sehr klein, so dass diese Werte entsprechend unsicher sind. Sollten sie sich bestätigen, hätte der Komet im September 2017 seine maximale Helligkeit von 14.5m aufgewiesen. Der Komadurchmesser wurde zu 0.8' bestimmt.

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Am 14. Juli 2016 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen der 21. Größenklasse im Sternbild Herkules. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2016 N6 (PanSTARRS) zeigten eine hochverdichtete, 5x7" große Koma der Gesamthelligkeit 20.0m. Der Komet wird sein Perihel im Abstand von 2.7 AE erst im Juli 2018 passieren und könnte dann immerhin 14m hell sein (CBET 4309). Heller als 16m wäre er von Herbst 2017 bis Frühjahr 2019 mit dem Helligkeitsmaximum im Frühjahr 2018. In diesem Zeitraum bewegt er sich durch die Sternbilder Bärenhüter, Drache, Kleiner Bär, Drache, Luchs (größte Helligkeit), Krebs, Wasserschlange, Achterdeck, Großer Hund und Hase. Zwischen Mitte Juni und Anfang September 2018 ist er für mitteleuropäische Beobachter unsichtbar.
Merklich heller als ursprünglich erwartet präsentierte sich der Komet im Herbst 2017. Ende Oktober war er bereits 14.5m hell und wies eine 0.6' große, merklich verdichtete Koma auf. Die 20 Beobachtungen lassen sich mit den Parametern m0=7.0m/n=3 bislang allerdings nur grob darstellen. Sollten sie sich bestätigen, wird der Komet im März/April 2018 eine Maximalhelligkeit von 12.5m erreichen.

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Auf Aufnahmen vom 26. August 2016 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen auf der Grenze der Sternbilder Steinbock/Wassermann, dessen Helligkeit es auf 21.5m schätzte, und der einen breiten, 6" langen Schweif in nördlicher Richtung aufwies. Detailbeobachtungen des Kometen C/2016 Q2 (PanSTARRS) zeigten eine hochverdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.0m und einen sehr breiten, 12" langen Schweif in PW=338°. Der Komet wird das ferne Perihel seiner Bahn (Sonnendistanz: 7.2 AE) mit einer Umlaufszeit von etwa 440 Jahren erst im Mai 2021 passieren und sollte dann etwa 15.5m hell sein. Heller als 16.0m wäre er vom Frühjahr 2020 bis zum Herbst 2022, wobei er sich in diesem Zeitraum durch die Sternbilder Schwan, Leier, Drache/Herkules und Großer Bär bewegt (CBET 4311 / MPEC 2016-V116).

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Auf PanSTARRS-Aufnahmen vom 7. September 2016 wurde ein Komet im südlichen Teil des Sternbilds Eridanus entdeckt. Komet C/2016 R2 (PanSTARRS) wies eine sehr diffuse, winzige Koma der Gesamthelligkeit 18.0m auf. Er wird das Perihel seiner Bahn (Sonnendistanz: 2.6 AE) erst Anfang Mai 2018 passieren, wobei er zum Jahreswechsel 2017/18 eine Maximalhelligkeit von 12.0m erreichen könnte (CBET 4318 / MPEC 2016-U07). Heller als 16.0m wäre er von Mitte 2017 bis Mitte 2019. In diesem Zeitraum bewegt er sich vom Sternbild Eridanus über Orion, Stier, Fuhrmann, Luchs, Großer Bär, Jagdhunde in den Bärenhüter, wird somit in den interessanten Monaten ein gut zu beobachtendes Objekt sein.
Der Komet entwickelt sich deutlich unterdurchschnittlich wie 22 Beobachtungen (bis Oktober 2017) andeuten. Die Beobachtungen sind allerdings uneinheitlich. Insbesondere sind einige Beobachtungen zwischen Ende 2016 und Anfang 2017 problematisch, die einen langfristigen Helligkeitsrückgang andeuten. Werden diese nicht berücksichtigt, so kann die verbleibende Helligkeitsentwicklung grob mit den Parametern m0=8.0m/n=2 dargestellt werden, womit sich ein langsamer Helligkeitsanstieg ergibt. Sollten sich die Parameter bestätigen, wird der Komet seine maximale Helligkeit von 12.5m zum Jahreswechsel 2017/18 erreichen. Ende Oktober wies der Komet eine Helligkeit von 13.0m und einen Durchmesser der mäßig verdichteten (DC 4) Koma von 1.3' auf.

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Im Rahmen der LINEAR-Durchmusterung wurde auf Aufnahmen vom 26. Januar 2017 ein 19.5m schwaches asteroidales Objekt im Grenzbereich der Sternbilder Wasserschlange/Rabe entdeckt. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 B3 (LINEAR) zeigten eine 8" große, deutlich verdichtete Koma der Helligkeit 18.5m. Der Komet wird sein recht fernes Perihel erst Anfang 2019 passieren und könnte zu dieser Zeit immerhin 14-15m hell sein, wird allerdings dann weit am Südhimmel stehen (CBET 4354). Im Zeitraum, in dem er heller als 16.0m sein dürfte, kann er von Mitteleuropa aus nicht beobachtet werden.

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Am 23. Februar 2017 entdeckte der Brasilianer J. Barros mit dem 45cm-Reflektor des SONEAR-Observatoriums einen Kometen im Sternbild Teleskop, nahe der Grenze zur Südlichen Krone. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 D2 (Barros) zeigten ein deutlich verdichtetes, 17.5m helles und 11" großes Objekt. Der Komet wird sein Perihel am 14. Juli 2017 in der Distanz von 2.48 AE passieren und sollte dann eine Maximalhelligkeit von 15.0m erreichen (CBET 4366 / MPEC 2017-J52). Heller als 16.0m wird er von Mitte Mai bis Mitte Oktober 2017 sein, wobei er in diesem Zeitraum vom Sternbild Kranich in den westlichen Teil des Sternbilds Wassermann läuft. Von Mitteleuropa aus dürfte er kaum sinnvoll beobachtbar sein.
Die wenigen publizierten Beobachtungen deuten auf eine Maximalhelligkeit von lediglich 16.5m im August 2017 hin.

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Gennadii V. Borisov entdeckte am 1. März 2017 mithilfe eines 40cm-Roboter-Teleskops einen Kometen im Grenzbereich der Sternbilder Adler/Schütze/Schild, dessen Durchmesser er auf 20" und dessen Helligkeit er auf 17.0m schätzte. CCD-Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 E1 (Borisov) zeigten eine stark verdichtete, 50" große Koma der Helligkeit 14.0m. S. Yoshida beobachtete den Kometen am 3. März visuell als 1.4' großes Objekt mit einer Gesamthelligkeit von 12.2m. Der Komet wird sein Perihel am 10. April 2017 in der Distanz von 0.90 AE passieren (CBET 4369 / MPEC 2017-J52). Leider befindet er sich auf der gegenüberliegenden Seite der Erdbahn, weshalb er nur geringe Elongationen aufweisen und bis zum Perihel lediglich eine Größenklasse heller sein wird. Seine scheinbare Bahn führt ihn bis zum August über die Sternbilder Wassermann, Fische, Walfisch in das Sternbild Stier. Von Mitteleuropa aus war er nur bis Ende März knapp über dem östlichen Morgenhorizont sichtbar. Danach wird er erst wieder im August sichtbar, dürfte dann aber bereits schwächer als 16m sein.
Nur etwa 20 Beobachtungen dieses Kometen wurden mir bekannt, mit denen die Helligkeitsparameter nur sehr grob zu m0=10.5m/n=6 bestimmt werden können, wobei dabei die Beobachtungen eines Beobachters unberücksichtigt blieben, der systematisch zu große Helligkeiten und Komadurchmesser schätzt. Der Komet erreichte Anfang April 2017 eine maximale Helligkeit von 10.5m, bei einem Durchmesser der eher gering verdichteten (DC 3) Koma von 2.5'.

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Am 21. Mai 2017 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen mit einer winzigen Koma im Sternbild Drache, dessen Helligkeit es auf 21.0m schätzte. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 K2 (PanSTARRS) wiesen eine mäßig verdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.0m nach (CBET 4393 / MPEC 2017-N26). Der Komet wurde in der Rekord-Sonnendistanz von 16.1 AE entdeckt, womit sich seine absolute Helligkeit – unter Annahme einer durchschnittlichen Entwicklung – zu 1m, sein aktueller Komadurchmesser zu 140.000 km ergibt. Der Komet wird das Perihel seiner Bahn im Abstand von 1.80 AE erst in den Weihnachtstagen 2022 passieren. Heller als 16.0m wäre er von Anfang 2020 bis Ende 2025, wobei er in diesem Zeitraum vom nördlichen Bereich des Sternbilds Herkules durch die Sternbilder Schlangenträger und Skorpion wandert, zwischen Oktober 2022 und März 2023 tief in den Südhimmel vorstößt, um dann wieder im Sternbild Eridanus erneut sichtbar zu werden und danach durch Hase, Orion und Stier in den Fuhrmann zu laufen. Seine maximale Helligkeit von etwa 5.5m wird er zum Jahreswechsel 2022/23 erreichen. In den interessantesten Monaten kann er von Mitteleuropa aus bis Ende August 2022 (dann 6.0m hell) am Abend-/Nachthimmel und dann erst wieder ab Anfang September 2023 (9.5m hell) am Morgenhimmel beobachtet werden.

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Das Team des "Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System" (ATLAS) entdeckte am 26. Mai 2017 im südlichen Bereich des Sternbilds Skorpion einen Kometen der 17. Größenklasse. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 K4 (ATLAS) zeigten eine 10" große, hochverdichtete Koma der Gesamthelligkeit 16.0m. Der Komet erreichte im Sommer 2017 seine Maximalhelligkeit von 15.5m, wird sein Perihel im Abstand von 2.65 AE aber erst am 8. Januar 2018 passieren (CBET 4397 / MPEC 2017-N58). Heller als 16.0m wird er wohl bis Mitte 2018 sein. Während dieses Zeitraums bewegt er sich nahe der Ekliptik bis ins Sternbild Fische. Für Mitteleuropa wird er nur ungünstig beobachtbar sein: zunächst zu südlich, verringern sich im weiteren Verlauf die Elongationen, so dass er während seiner Abendsichtbarkeit (bis Dezember 2017) keine Horizonthöhen über 10° erreichen wird. Danach wird er erst wieder im Mai 2018 am Morgenhimmel sichtbar, erreicht aber erst im Juni Horizonthöhen von über 10°.

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Am 29. Mai 2017 entdeckte Cristovao Jacques mit dem 45cm-Teleskop des SONEAR-Observatoriums einen 17.5m hellen Kometen im Grenzbereich der Sternbilder Kranich/Tukan. Komet C/2017 K6 (Jacques) wies eine 20" große, deutlich verdichtete Koma und einen 55" langen Schweif in PW=245° auf. Er wird sein Perihel im Abstand von 2.00 AE am 3. Januar 2018 passieren, wobei eine Helligkeit von 14.5m erwartet werden kann (CBET 4399 / MPEC 2017-N58). Zu diesem Zeitpunkt wird er allerdings im Grenzbereich der Sternbilder Phönix/Chemischer Ofen stehen und somit für mitteleuropäische Beobachter nicht beobachtbar sein. Diese können seine Entfernung von der Sonne ab Ende Januar über dem südlichen Abendhorizont verfolgen. Wenn er schwächer als 16.0m wird, befindet er sich im Sternbild Eridanus.

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Am 21. Juni 2017 entdeckte das ATLAS-Team ein asteroidales Objekt der 18. Größenklasse im Sternbild Kepheus, welches bei Nachfolgebeobachtungen seine kometare Natur offenbarte. Komet C/2017 M4 (ATLAS) wies eine 13" große, mäßig verdichtete Koma der Helligkeit 17.5m mit einem kurzen Schweif in südöstlicher Richtung auf. Er wird sein mittelfernes Perihel (Sonnendistanz: 3.24 AE) erst am 15. Januar 2019 passieren und könnte im Sommer 2019 immerhin 14.0m hell werden (CBET 4408 / MPEC 2017-N58). Heller als 16m wäre er während des gesamten Jahrs 2018, wobei er in diesem Zeitraum vom Grenzbereich der Sternbilder Schwan/Leier durch die Sternbilder Herkules (wo er seine größte Helligkeit aufweist) und Schlangenträger wandern wird. Von Mitteleuropa aus wird er bis Anfang November 2018 sichtbar sein.

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Am 23. September 2017 entdeckte das PanSTARRS-Team einen Kometen der 21. Größenklasse im Sternbild Drache. Mithilfe von PanSTARRS-Aufnahmen vom 17. August konnte die Bahn des Kometen rasch festgelegt werden. Demnach wird Komet C/2017 S3 (PanSTARRS) am 15. August 2018 sein Perihel im Sonnenabstand von nur 0.21 AE passieren. Beobachtungen in den Tagen nach der Entdeckung zeigten eine 8" große, gering verdichtete Koma der Gesamthelligkeit 20.8m (CBET 4432). Damit ergibt sich die absolute Helligkeit vorläufig zu 10.0m (Annahme: n=4), was unterhalb des Bortle-Limits liegt, so dass es nach aktuellem Stand wahrscheinlich ist, dass dieser Komet bereits vor seinem Periheldurchgang erlischt. Sollte er sich gemäß den aktuellen Angaben entwickeln und insgesamt durchhalten, so würde er im Perihel eine Helligkeit von immerhin 3m erreichen. Allerdings stünde er in jenen Tagen der Sonne sehr nahe. Von Mitteleuropa aus kann er bis in die ersten Augusttage hinein am Morgenhimmel aufgefunden werden. Heller als 16m würde er Anfang Mai 2018 werden, heller als 10m Mitte Juli. Bei seinem Verschwinden in der Dämmerung wäre er 5-6m hell. Im genannten Zeitraum bewegt er sich vom Sternbild Kassiopeia durch die Sternbilder Giraffe, Fuhrmann und Zwillinge in den Krebs. Nach dem Perihel würde er in der ersten Oktoberwoche erneut am Morgenhimmel auftauchen, allerdings nur als 13m schwaches Objekt, um bis Mitte Dezember bereits schwächer als 16m zu werden. In diesem Zeitraum bewegt er sich langsam durch das Sternbild Haar der Berenike.

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Auf Aufnahmen vom 30. September 2017, die im Rahmen des Catalina Sky Survey angefertigt wurden, wurde ein Komet im Grenzbereich der Sternbilder Luchs/Fuhrmann entdeckt. Komet C/2017 S6 (CATALINA) wies eine stark verdichtete, 15" große Koma der Gesamthelligkeit 18.0m auf. Er wird sein Perihel am 26. Februar 2018 im Abstand von 1.54 AE passieren, dürfte aber bereits im Dezember 2017 seine maximale Helligkeit von etwa 15.0m erreichen (CBET 4437 / MPEC 2017-V13). Heller als 16.0m sollte er zwischen Mitte November 2017 und Ende März 2018 sein. In diesem Zeitraum wandert er durch die Sternbilder Giraffe, Kassiopeia, Andromeda und Pegasus, wobei er für mitteleuropäische Beobachter Ende Januar (15.5m hell) über dem abendlichen Westhorizont verschwinden wird.

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Auf Aufnahmen vom 2. Oktober 2017, die im Rahmen des "Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System" (ATLAS) gewonnen wurden, entdeckte Aren Heinze einen Kometen der 18. Größenklasse im Sternbild Wasserschlange, nahe der Grenze zum Sternbild Einhorn. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 T1 (Heinze) zeigten Mitte Oktober eine mäßig verdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 17.0m und einen 35" langen Schweif in PW=245°. Der Komet wird sein sonnennahes Perihel (im Abstand von 0.58 AE) am 21. Februar 2018 passieren und könnte dann 9.5m hell sein (CBET 4444). Allerdings liegt die ermittelte absolute Helligkeit nahe des Bortle-Limits, so dass es möglich ist, dass sich dieser Komet in den Wochen der Perihelpassage auflöst. Auf seinem Weg zum Perihel nähert er sich der Erde am 4. Januar 2018 bis auf 0.22 AE, dürfte aber mit einer prognostizierten Helligkeit von 9.0m und einem Komadurchmesser von etwa 8' kein einfaches Objekt sein. Von Mitteleuropa aus kann er bis Anfang März am Morgenhimmel beobachtet werden, wobei seine Horizonthöhen bis Anfang Januar bei 35° liegen werden, um von Mitte Januar bis Anfang März konstant 10° zu betragen. Von Ende Dezember bis Anfang Februar ist er zusätzlich am Abendhimmel sichtbar, wobei er Mitte Januar Horizonthöhen um 70° erreicht! Zwischen November 2017 und Anfang März 2018 bewegt sich der Komet durch die Sternbilder Wasserschlange, Krebs, Luchs, Giraffe (größte Erdnähe), Kassiopeia, Eidechse und Pegasus. Die Erde wird die Kometenbahnebene am 3. Januar 2018 kreuzen.

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Aufnahmen des PanSTARRS-Projekts vom 2. Oktober 2017 zeigten einen schwachen Kometen mit einer winzigen Koma im Sternbild Eridanus. Nachfolgebeobachtungen des Kometen C/2017 T2 (PanSTARRS) wiesen eine deutlich verdichtete, 12" große Koma der Gesamthelligkeit 19.3m und einen 20" langen Schweif in PW=290° nach. Der Komet wird sein Perihel im Sonnenabstand von 1.62 AE erst am 6. Mai 2020 passieren und dürfte in jenen Wochen 8.0m hell werden (CBET 4445). Heller als 16m wäre er in den Jahren 2019 und 2020, heller als 12.0m von Oktober 2019 bis Oktober 2020. In den interessantesten Monaten ist er für mitteleuropäische Beobachter bis Ende November 2019 besser am Morgenhimmel, danach bis Anfang September 2020 am Abendhimmel zu beobachten. Während dieses Zeitraums wandert er durch die Sternbilder Stier, Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia, Giraffe (Maximalhelligkeit), Großer Bär, Jagdhunde, Haar der Berenice und Jungfrau.

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Am 14. Oktober 2017 wurde im Rahmen des "Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System" (ATLAS) ein 18.5m helles Objekt nahe der Grenze der Sternbilder Kepheus/Drache entdeckt, welches zunächst als asteroidal angesehen wurde. Nachfolgebeobachtungen zeigten dann jedoch die kometare Natur des Objekts. Komet C/2017 T3 (ATLAS) wies eine 15" große, stark verdichtete Koma der Gesamthelligkeit 18.0m und einen 60" langen Schweif in PW=155° auf. Er wird das Perihel seiner Bahn am 19. Juli 2018 in der Sonnendistanz von 0.83 AE passieren und könnte dann 9.0m hell sein (CBET 4449). Da er sich allerdings zu dieser Zeit auf der der Erde gegenüberliegenden Seite der Sonne aufhalten wird, kann er von keinem Ort der Erde aus gut beobachtet werden. Von Mitteleuropa aus kann er nur bis Ende März – am Abendhimmel – beobachtet werden, wobei er dann nicht heller als 14m sein dürfte.

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Etwa Mitte August 2017 sollte der Komet 24P/Schaumasse (P=8.25a) in größeren Instrumenten am nordöstlichen Morgenhimmel sichtbar werden. In den folgenden Wochen wird er rasch heller und sollte – bei Verwendung der Parameter m0=7.5m/n=10 – im November 2017 eine Maximalhelligkeit von 10.5m erreichen. Dabei wird er vom Sternbild Zwillinge bis in das Sternbild Jungfrau wandern und im Oktober seine größten Horizonthöhen von knapp 40° erreichen.
Lediglich ein Dutzend Beobachtungen des Kometen wurden mir bekannt. Diese überdecken den Zeitraum zwischen Ende August und Ende Oktober 2017 und können mit den Helligkeitsparametern m0=10.0m/n=6 leidlich gut dargestellt werden. Dies bedeutet eine deutlich geringere absolute Helligkeit und Aktivität als prognostiziert. Damit ergibt sich die maximale Helligkeit zu 12.0m Mitte November. Im Oktober wies der Komet eine ziemlich diffuse (DC 2) Koma von etwa 2' auf.

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Ab Oktober 2017 können sich Besitzer größerer Instrumente an dem Kometen 62P/Tsuchinshan (P=6.38a) versuchen. Er sollte bis Ende November seine Helligkeit von schwächer als 16m auf 14.5m steigern und während dieser Zeit vom Sternbild Krebs in das Grenzgebiet der Sternbilder Löwe/Jungfrau wandern, somit ein Morgenhimmelobjekt sein. Allerdings zeigt dieser Komet eine sehr unberechenbare Helligkeitsentwicklung, so dass die angenommenen Parameter m0=12.0m/n=6 sehr unsicher sind.
Der Komet steigerte seine Helligkeit zwischen Ende September und Ende Oktober 2017 von 14.0m auf 11.0m (Komadurchmesser: etwa 2-3'). Dabei lassen die bislang nur ein Dutzend Beobachtungen keinen Schluss darüber zu, ob der Komet eine extrem hohe Aktivität aufweist (mit den groben Parametern m0=-1.0m/n=30) oder Mitte Oktober einen Ausbruch durchmachte. Im ersteren Fall wird er Mitte November eine Maximalhelligkeit von 10.5m erreichen, danach aber rasch wieder schwächer werden und bereits Anfang Februar die 16. Größenklasse unterschreiten.

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Der Komet 65P/Gunn (P=7.64a) wird im Oktober 2017 sein Perihel passieren. Aufgrund seiner geringen Exzentrizität kann seine langsame Entwicklung aber etwa 2 Jahre in großen Amateurteleskopen verfolgt werden. Leider steht er in den interessantesten Monaten in den Sternbildern Skorpion und Schütze, wird daher für mitteleuropäische Beobachter ein schwieriges Objekt sein.
Zwischen Dezember 2015 und Juli 2017 sind mir 35 Beobachtungen des Kometen bekannt geworden. Diese weisen auf die Helligkeitsparameter m0=7.5m/n=4 hin, womit der Komet im Juni 2017 eine Maximalhelligkeit von 13.8m erreicht hat. Der maximale Komadurchmesser betrug 0.8' (75.000 km) während des Sommers 2017, wobei die Koma ziemlich diffus war (DC 2-3).

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Eine kleine Zahl publizierter Beobachtungen des Kometen 96P/Machholz (P=5.29a) weisen darauf hin, dass der Komet sich vor dem Perihel 2017 (am 27. Oktober in der Sonnendistanz von 0.12 AE) gemäß den prognostizierten Parametern m0=15.0m/n=5 entwickelte. Damit erreichte er Mitte Oktober 2017 – bevor er in der Dämmerung verschwand – eine Helligkeit von 11.0m und dürfte in den Tagen seiner größten Sonnennähe eine Maximalhelligkeit um 3m erreicht haben. Nach dem Perihel steht er der Sonne über viele Wochen hinweg sehr nahe, so dass weitere Beobachtungen nicht mehr durchgeführt werden können.

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Bereits im Mai 2017 passierte der Komet 103P/Hartley (P=6.48a) sein Perihel, doch wies er über viele Monate hinweg sehr kleine Elongationen auf. Ab Mitte Oktober 2017 können Besitzer größerer Instrumente nach ihm suchen. Unter Verwendung der Parameter m0=9.5m/n=4 sollte seine Helligkeit bis Ende November von 14.5m auf 15.5m zurückgehen. Der Komet bewegt sich vom Sternbild Sextant in den Becher, ist somit ein Objekt am Morgenhimmel.

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Ende September 2017 passiert der Komet 213P/Van Ness (P=6.12a) erneut sein Perihel und könnte dann 11.5m hell werden. Allerdings zeigte er bei seinem letzten Periheldurchgang einen Helligkeitsausbruch, so dass eher mit einem schwächeren Objekt gerechnet werden sollte. Leider bewegt sich der Komet in den interessantesten Wochen im Sternbild Schütze.
Der Komet zeigte eine durchschnittliche Entwicklung in dieser Sichtbarkeit, wie 25 Beobachtungen ausweisen. Der Helligkeitsverlauf kann gut mit den Parametern m0=10.5m/n=4 repräsentiert werden, was eine maximale Helligkeit von 13.5m Ende Juli 2017 ergibt. Der Komadurchmesser maß sowohl zu Sichtbarkeitsbeginn als auch Mitte Oktober 0.5' (25.000 km) und erreichte Ende Juli den Maximalwert von 0.7' (35.000 km). Dabei zeigte die Koma einen konstanten Kondensationsgrad von DC 3. Der Komet dürfte Mitte Januar 2018 schwächer als 16.0m werden.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Im Herbst 2017 sollte der Komet 217P/LINEAR (P=7.87a) in mittelgroßen Instrumenten sichtbar sein. Die kleine Zahl publizierter Beobachtungen lässt sich mit den Parametern m0=10.5m/n=3 befriedigend darstellen. Der Komet erreichte in den Tagen seines Perihels (17. Juli) eine maximale Helligkeit von 12.0m, wobei die erkennbar verdichtete (DC 4-5) Koma einen Durchmesser von 2' aufwies. Für mitteleuropäische Beobachter wird der Komet im Laufe des August am Morgenhimmel im Sternbild Orion sichtbar. Bis Ende November läuft er dann entlang der Ekliptik bis in den Grenzbereich der Sternbilder Krebs/Wasserschlange/Kleiner Hund. Die Helligkeit dürfte von 12.5m auf 13.5m zurückgehen.
Der Komet wies – auf der Basis von 25 Beobachtungen - in dieser Sichtbarkeit eine sehr hohe Aktivität auf. Trotz der geringen Zahl an Beobachtungen ist eine unterschiedliche Helligkeitsentwicklung vor und nach dem Perihel erkennbar. Demnach stieg die Aktivität vor dem Perihel deutlich schneller an als sie nach dem Perihel abnahm. Zu Sichtbarkeitsbeginn Anfang Juni erst 14.5m hell, wurde die maximale Helligkeit von 12.2m Mitte Juli erreicht. Ende Oktober war der Komet dann nur noch 15.0m hell. Die entsprechenden Formeln lauten:

vor dem Perihel: m = 6.4m + 5×log D + 55×log r
nach dem Perihel: m = 9.7m + 5×log D + 19×log r

Damit dürfte er Ende November bereits schwächer als 16.0m werden, so dass er zumindest visuell nicht mehr beobachtet werden kann. Der Komadurchmesser stieg von anfangs 0.8' (50.000 km) bis Ende Juli auf den Maximalwert von 1.6' (100.000 km), um dann bis Ende Oktober wieder auf 1.1' (70.000 km) zurückzugehen. Dabei war die Koma mäßig verdichtet (DC 4 bis 4-5). Ein Schweif wurde visuell nicht beobachtet.

Scheinbare Helligkeit und Komadurchmesser

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Der Komet 240P/NEAT (P=7.62a), der im Mai 2018 sein Perihel passiert (Sonnendistanz 2.13 AE) steigerte seine Helligkeit gemäß H. Sato zwischen dem 18. Juli und dem 28. August 2017 deutlich schneller als erwartet. Wies er am 18. Juli eine 15" große Koma der Gesamthelligkeit 17.3m (im w-Band) auf, so zeigte er sich am 28. August überraschend 13.9m hell, mit einer 1.3' großen Koma. Die Schweiflänge vergrößerte sich von 75" auf 3' (CBET 4427). Weitere Beobachtungen zeigten dann allerdings eine konstante, um 4m größere Helligkeit als prognostiziert. Ende Oktober wies der Komet eine Helligkeit von etwa 13.5m auf, was wohl die Maximalhelligkeit sein dürfte; der Durchmesser der mäßig verdichteten (DC 3) Koma betrug 1.0'. Sollte die weitere Entwicklung mit den konstanten Parametern m0=8.0m/n=4 erfolgen, so dürfte er bis zu seinem Verschwinden am mitteleuropäischen Abendhorizont Anfang März 2018 eine konstante Helligkeit aufweisen.

Andreas Kammerer


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